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Zwönitz: Museum "Papiermühle" nutzt coronabedingte Schließung clever

Museum Während der Schließung wird die Pappmaschine wieder flott gemacht

Zwönitz. 

Zwönitz. Das Technische Museum Papiermühle in Zwönitz hat jetzt im November, wie viele andere Einrichtungen auch, für Besucher geschlossen. Doch hinter den Kulissen gibt es keinen Stillstand. Man nutzt die Zeit für notwendige Wartungs- und Pflegearbeiten. So hat man jetzt unter anderem auch die altehrwürdige Pappmaschine wieder flott gemacht. Das gute Stück, das zwischen 1847 und 1870 datiert ist, stand jetzt zwei Jahre komplett still. Der Endlosfilz, der über die Walzen läuft, muss während einer klassischen Produktion regelmäßig gewechselt werden. Im Museumsbetrieb ist das nicht ganz so häufig der Fall. Doch 40 Jahre, von 1980 bis 2020, haben Spuren hinterlassen und der Filz, der schon lädiert war, drohte bei weiterem Betrieb zu reißen. In Belgien hat man einen neuen Filz bestellt und jetzt aufgebracht. Dafür musste die große Walze entfernt und wieder eingesetzt werden. Für diese Arbeiten hat man sich im Museum kompetente Hilfe geholt mit Jörg Schöning von der Firma Krempel und Falk Zinke von der Firma Zinke. "Wir mussten schon etwas improvisieren, um die Walzen, die doch einiges wiegen, gefahrlos rauszubekommen", erzählt Schöning. Falk Zinke sagt: "Wir machen das, weil es Spaß macht und wir Interesse an der alten Technik haben." Die Pappmaschine, die mit Wasserkraft angetrieben wird, ist die älteste und auch wichtigste Maschine im Museum, sagt Museumsleiterin Paula Stötzer. Weil darauf aus dem Rohstoff die fertige Pappe geworden ist. Künftig soll die Maschine im Rahmen von Führungen wieder in Aktion gezeigt werden.