17-Jähriger Finne gewinnt AvD-Sachsen-Rallye

Motorsport Starke westsächsische Fraktion überzeugte ebenfalls in Zwickau

Das sind die stolzen Sieger. Kalle Rovenperä und Co-Pilot Jonne Halttunen. Foto: Thorsten Horn

Zwickau. Mit dem souveränen Sieg des erst 17-jährigen Finnen Kalle Rovenperä und dessen Co-Piloten Jonne Halttunen endete die 14. Ausgabe der AvD-Sachsen-Rallye in und um Zwickau.

Talent ist zufrieden mit seiner Leistung

Da der Filius des einstigen Weltklasse-Rallyefahrers Harri Rovenperä in seiner Heimat viel auf Schotter und losem Geläuf fährt, hatte er den dritten Saisonlauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) mit einem angemieteten Skoda Fabia R5 genutzt, um seine Fähigkeiten auf Asphalt hinsichtlich seiner Einsätze in der WRC2-Weltmeisterschaft zu verbessern.

Und das gelang offenkundig hervorragend, denn mit zehn von zwölf möglichen WP-Bestzeiten gab es an seinen Fahrschul-Lektionen nichts zu deuteln. "Ich bin echt happy, diese Rallye bestritten zu haben. Es war erst meine dritte Rallye mit so einem Auto. Mein vorrangiges Ziel, viel auf Asphalt zu lernen, habe ich erreicht. Dass dabei sogar der Sieg rausgesprungen ist, macht den Ausflug nach Deutschland umso schöner", meinte das Talent, das nur per Sondergenehmigung und auch nur in manchen Ländern an Rallyes und den damit verbundenen Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen kann, nach erfüllter Mission.

Auch lokale Sportler sind erfolgreich

Den zweiten Platz belegte das in der DRM gesamtführende bayerische Duo Dominik Dinkel und Christina Kohl vor dem Lokalmatador Sepp Wiegand und dessen thüringischen Beifahrerin Anne Katharina Stein, die mit den gleichen Arbeitsgeräten unterwegs waren. Dazu meinte der 27-jährige Zwönitzer: "Das war ein gutes Comeback. Die lange Zeit, die ich nicht im Rallye-Auto gesessen habe, merkt man natürlich. Aber wir haben nichts kaputt gemacht und waren trotzdem sehr schnell unterwegs. Ich hoffe, dass das ein guter Auftritt war und dass wir längerfristig zurückkommen können."

Mit den Plätzen sechs, sieben und neun des Neuwürschnitzers Peter Corazza und Co. Jörn Limbach, Carsten Mohe/Alexander Hirsch aus Crottendorf bzw. Tannenberg sowie des Lichtensteiners Ruben Zeltner und dessen Bruder Thomas drückten weitere Westsachsen der Rallye ihre Stempel auf.