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25 Jahre Fahrsicherheitszentrum am Sachsenring

Motorsport Geburtsstunde jährt sich am heutigen 22. August

Sachsenring. 

Sachsenring. Am heutigen 22. August jährt sich die Geburtsstunde des Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring zum 25. Mal. Was nicht zuletzt als Mittel zum Zweck diente, nämlich den Motorsport hier zu erhalten, ist im Endeeffekt eine insgesamt riesige Erfolgsstory geworden. Zum einen hat man hier eine multifunktionale Anlage, eine der größten und besten dieser Art in ganz Europa, geschaffen und zum anderen ist es über diesen Weg tatsächlich gelungen, den Motorsport in der Region zu verankern und sogar auf allerhöchster Ebene anzusiedeln. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Gesamtkonstrukt so, und nur so, eigenständig auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht.

Mit neuem Konzept die motorsportliche Zukunft im Blick

Nachdem 1990 das letzte Rennen auf dem nicht mehr zeitgemäßen 8,618 Kilometer langen Straßenkurs stattfand, gab es Seitens des hiesigen Motorsportclubs, der Kommunen und Behörden sowie des ADAC Sachsen ständig Überlegungen und Vorstöße, wie man den Name Sachsenring erhalten und den Motorsport wieder aufleben lassen kann. Ausgerechnet aus der Hohenstein-Ernstthaler Partnerstadt Hockenheim, eigentlich ein Mitbewerber bei der Prädikatsvergabe, kam der entscheidende Tipp, ein Fahrsicherheitszentrum zu errichten, das man auch für Rennveranstaltungen nutzen kann.

Konzept stößt auf Zustimmung

Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club, kurz ÖAMTC, war damals schon in Sachen Tests und Training führend. 1994 hatten die Österreicher am Nürburgring das erste Fahrsicherheitszentrum in Deutschland installiert. Unter der Maßgabe der zusätzlichen motorsportlichen Nutzung und unter Berücksichtigung des sich gerade entwickelnden Gewerbegebietes wurde ein Konzept erarbeitet, das rasch auf breite Zustimmung stieß. Nachdem auch die Frage nach der förderungswürdigen Finanzierung beantwortet war, schritten die Arbeiten nach dem ersten Spatenstich am 30. April 1994 auf dem 24 Hektar großen Gelände der ehemaligen Ziegelei zwischen Goldbach- und Lerchenstraße zügig voran.

Die Geburtsstunde Null

An jenem 22. August 1995 wurde das Auto, Motor und Sport Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring, so der vollständige Name, schließlich feierlich eröffnet. Von da an nahm die einzigartige Anlage eine tolle Entwicklung. Angefangen mit PKW´s, Motorrädern und Lastkraftwagen wuchsen Nachfrage und Angebot ständig. Heute ist das Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring die erfolgreichste und am besten ausgelastete derartige Anlage Deutschlands. Mit vielen Sonder- und Spezialangeboten wurde das Sortiment ständig erweitert.

Das Motorsport-Comeback am Ring

Da war aber noch die Sache mit dem Motorsport. Trotz aller Euphorie rings um den Ring, galt es ein paar Hindernisse zu überwinden. Da war zum Beispiel die Streckenlänge. Hierzu war es notwendig, Teile der (öffentlichen) Lerchenstraße und des Gewerbegebietes in die neue Rennstrecke zu integrieren. Mobile Container, Boxen, Tribünen und Absperrungen mussten angemietet und errichtet werden. Doch kein Berg war zu hoch, kein Hindernis war zu groß, um nicht von den Verantwortlichen und Helfern des Sachsenrings bezwungen zu werden. Als am 26. Mai 1996 die IDM den neuen Sachsenring als Rennstrecke einweihte, begann auch in dieser Beziehung eine einmalige Erfolgsgeschichte.

Die richtigen Entscheidungen für den Sachsenring

Mit dem Faustpfand einer riesigen Fanschar empfahl man sich ab 1998 als Austragungsort für den Großen Preis von Deutschland für Motorräder. 2003 kamen zu diesem Anlass dann erstmals über 200.000 Zuschauer an den Ring. Viele und kostenintensive Umbaumaßnahmen sind seit dem durchgeführt wurden. Jede dieser Maßnahmen war zu ihrer Zeit notwendig, keineswegs umsonst, aber auch nur in diesen vergleichsweise kleinen Schritten möglich. So sollte man bei der Argumentation bedenken, dass Verträge für die Austragung der Motorrad-WM nur mit fünfjähriger Laufzeit geschlossen werden und demzufolge Fördergelder nie mit Eimern ausgeschüttet wurden. Hoffen wir, dass auch in Zukunft die richtigen Leute die richtigen Entscheidungen zum Wohle des Sachsenrings treffen.



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