Achtung! Die Gefahr lauert im toten Winkel

Aktion Experten der Dekra und der Verkehrswacht waren in der Umweltschule

Werdau. 

Werdau. Unfälle zwischen abbiegenden Lastern und Radfahrern oder Fußgängern sind zwar selten, haben aber meist besonders schwere Folgen. Um solche Zusammenstöße zu verhindern, ist die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge - etwa die Nachrüstung mit Abbiegeassistenzsystemen - eine wichtige Maßnahme. Ebenso entscheidend ist aber auch Aufklärungsarbeit über die Gefahren des toten Winkels.

Schülern werden die Augen geöffnet

Dazu waren vor wenigen Tagen die Experten der Dekra und der Verkehrswacht in der Umweltschule in Werdau. Ihre Hinweise verfolgten rund 140 Mädchen und Jungen aus der Bildungseinrichtung. "Für die Schüler ist es wichtig, dass sie selbst erleben, wo sie ein Laster-Fahrer sehen kann - und wo nicht", sagt Dekra-Niederlassungsleiter Roland Gaedtke. Er macht deutlich: "Deshalb zeigen wir ihnen direkt am Fahrzeug, wie groß der tote Winkel tatsächlich selbst bei optimaler Einstellung aller vorgeschriebenen Spiegel immer noch ist und wie insbesondere ein kleiner Verkehrsteilnehmer darin tatsächlich aus dem Sichtfeld verschwindet."

Unerlässlich ist aus Sicht der Experten auch, dass alle Verkehrsteilnehmer über die Faktoren informiert sind, die dem Laster-Fahrer die Sicht und vor allem auch das Erkennen von Radfahrern und Fußgänger erschweren. Für den Fahrer ist ein Mensch nur als solcher zu erkennen, wenn er - direkt oder indirekt durch die Spiegel - genügend von ihm sehen kann. "Wenn der Fahrer nur am Rand des Spiegels ein Paar dunkle Schuhe sieht oder durchs Fenster einige Haare, wird es schwierig", sagt Gaedtke. Hinzu kommt, dass die Spiegel die Realität verkleinert oder verzerrt zeigen und teils auf dem Kopf stehen. "Wer als Fußgänger oder Radfahrer all das weiß, kann auch selbst dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden", ergänzt der Dekra-Mann. Die folgenden Tipps haben die Fachleute an der Umweltschule genannt: Neben und vor dem Laster größeren Abstand halten, Blickkontakt zu den Fahrern aufnehmen und nicht rechts an den Lastern vorbeifahren.