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ADAC GT Masters gibt sich am Sachsenring wieder die Ehre

Motorsport Lokalmatadore in allen Klassen

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Seit 2007 gibt es mit dem ADAC GT Masters auch auf nationaler Ebene eine Meisterschaft für reinrassige Sport-GT-Boliden und seitdem gastiert die "Liga der Supersportwagen" alljährlich am Sachsenring. So auch an diesem Wochenende und zwar zum sechsten von sieben Saisonläufen.

Markus Pommer aus Neckarsulm und der Uffenheimer Maximilian Götz sind als Gesamtführende an die sächsische Berg- und Talbahn gekommen, natürlich mit dem klaren Ziel, als eben solche auch wieder abzureisen. Das Finale findet dann in zwei Wochen in Hohenstein-Ernstthals Partnerstadt Hockenheim statt.

Spätestens dort wollen der 24-jährige Markkleeberger Marvin Kirchhöfer, der es bis 2016 schon bis ins Vorzimmer der Formel 1 geschafft hatte, und sein 29-jähriger Partner Daniel Keilwitz aus Villingen den Tabellenleadern einen dicken Strich durch die Rechnung machen, denn aktuell liegen sie mit intakten Titelchancen auf dem dritten Rang der Gesamtwertung.

Mit dem 31-jährigen Philip Geipel aus dem vogtländischen Rosenbach, der an diesem Wochenende seine Rennen 115 und 116 im ADAC GT Masters bestreitet und damit die Nummer vier der dienstältesten Piloten innerhalb der Serie ist, mischt ein weitere Sachse im 33 Traumautos umfassenden Feld mit. An seiner Seite sitzt, wie in der Vergangenheit, die hübsche 32-jährige Schweizerin Rahel Frey.

Sachsenring empfing die Protagonisten mit Regen, doch Besserung trat ein

Als das Feld am Freitagmorgen zum ersten Mal für dieses Rennwochenende auf die Piste geschickt wurde, war diese bei leichtem Regen noch nass. Obwohl eine deutliche Wetterbesserung prognostiziert war und im Laufe des Tages auch schon eintrat, gingen alle Fahrzeuge auf die Strecke.

Die Erklärung liegt praktisch auf der Hand und wurde am Vorabend im Rahmen der Pre-Event-Pressekonferenz von Maximilian Götz bereits so beschrieben: "Alle sind froh, wieder auf dem Sachsenring fahren zu können. Es ist eine fantastische Strecke mit schnellen und langsamen Passagen, Bergauf- und Bergabstücken sowie blinden Ecken. Es gibt ja hier leider nicht so viele Rennen, auch von anderen Rennserien nicht, deshalb ist es immer etwas Besonderes."

Nun, jede gefahrene Runde kostet auch Geld, doch erachteten die Teams es dennoch als sinnvoll, zu fahren, wenngleich man auch in Sachen Abstimmungsarbeit nicht allzu viel abarbeiten konnte.

Verbleib des Motorrad Grand Prix auch beim Autorennen ein großes Thema

Bevor man sich bei besagter Pressekonferenz dem anstehenden ADAC GT Masters widmete, ging es bei den ersten Worten von Thomas Voss, dem Leiter Motorsport und Klassik beim ADAC, zunächst um die neueste Entwicklung in Sachen Verbleib des Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring.

Er sagte: "Wir haben vor 20 Jahren den Motorrad Grand Prix an den Sachsenring gebracht und haben jetzt wieder Chancen gesehen, die Veranstaltung zusammen mit dem ADAC Sachsen erfolgreich hier zu halten. Es ist nach wie vor Deutschlands größte Einzel-Sportveranstaltung, bei der wir ein paar Stellschrauben erkannt haben, an denen wir drehen werden. Wir wollen und können wahrscheinlich auch zukünftig zwar keine großen Gewinne erwirtschaften, aber eine finanziell gesunde Veranstaltung daraus zu machen. An den Ticketpreisen wollen wir nicht drehen, zumindest nicht nach oben. In dem einen oder anderen Fall könnte vielleicht sogar etwas nach unten korrigiert werden."

"Local Heros" auch in den Rahmenklassen

Das üppige Programm der beiden nahezu gleichwertigen Tage Samstag und Sonntag wird mit Rennen aller Serien, auch der Rahmenklassen garniert. Dabei sind weitere Lokalmatadore im Einsatz. So zum Beispiel in der Tourenwagen-Klasse ADAC TCR Germany, in der neben dem Chemnitzer Brüderpaar Dominik und Marcel Fugel der überaus Sachsenring-erfahrene Steve Kirsch mitmischt. Der 21-jährige Dominik Fugel, der 2016 Gesamtzweiter der Junior-Wertung und zusammen mit "Kirsche" Vizemeister in der Team-Wertung wurde, im letzten Jahr allerdings verletzungsbedingt pausieren musste, befindet sich nach viel Pech am Saisonbeginn zuletzt auf dem aufsteigenden Ast.

In der Tabelle hat er sich inzwischen auf den zehnten Gesamtrang vorgearbeitet. Er sagte im Vorfeld: "Ein Heimrennen ist natürlich etwas Besonderes, denn es kommen viele Freunde und Bekannte an die Rennstrecke. Natürlich ist der Druck größer als sonst, aber auch die Motivation. Mal sehen, wie wir das Auto in den Trainings hinbekommen. In den beiden Rennen möchte ich möglichst aufs Podest fahren."

Für seinen vier Jahre jüngeren Bruder waren in dessen Debüt- und Lernjahr aus Kapazitätsgründen zunächst nur drei der sieben Rennen angedacht. Der Sachsenring war dabei natürlich gesetzt, doch auch weil er sich bisher recht gut schlug, sind inzwischen sogar fünf Renneinsätze geworden. "Mein Ziel für dieses Wochenende ist, endlich einmal in die Top 10 zu kommen", erklärte der Rotschopf.

Im Porsche Carrera Cup mischt, wie im Vorjahr, der erst 19-jährige Toni Wolf aus Schönbrunn mit, der aktuell Gesamtzehnter ist, und in der Spezial Tourenwagen Trophy bestreitet die 20-jährige Aufsteigerin aus dem Kartsport Sophie Hofmann aus Waldenburg ebenfalls ihre Debütsaison.