Auf neuem Weg zur Orchideenwiese

Natur Besondere Orchideenwiese in Kaufungen kann wieder betreten werden

Kaufungen. 

Kaufungen. Im Waldgebiet Einsamkeit, zwischen Kaufungen und Wolkenburg, ist kürzlich eine neue, zwölf Meter lange Lerchenholzbrücke, eingeweiht worden. Die Brücke führt über den Kaufunger Dorfbach auf ein besonderes Biotop. Anfang der 1990er Jahre hatten Mitwirkende des Naturschutzbundes (Nabu) dort auf einer Wiese ein paar seltene Orchideenarten entdeckt. "Mittlerweile wachsen da 62 Arten", sagt Salome Winkler vom Verein. Bis 2016 führte eine Steinbrücke über den Bach zur Wiese. Die Brücke war jedoch durch das Hochwasser 2013 beschädigt worden und nicht mehr tragfähig, sodass die Stadt Limbach-Oberfrohna sie 2016 abreißen ließ.

Ohne Brücke war die Wiese kaum erreichbar

Seitdem bemühte sich der Nabu darum, eine neue Brücke errichten zu lassen, da die Wiese einer besonderen Pflege bedarf. "Wir sind hier mindestens viermal im Jahr zu Arbeitseinsätzen unterwegs", erzählt Salome Winkler. Dabei werden unter anderem unerwünschte Pflanzen entfernt und der Rasen speziell gemäht, ohne die wertvollen Orchideen zu beschädigen. Doch genau das wurde ohne die Brücke zunehmend zum Problem, da man schlecht oder gar nicht mehr zur Wiese gelangte. Mittels einer Förderung der Sparkasse Chemnitz und einem Restanteil der Stadt Limbach-Oberfrohna konnte das 12.000 Euro teure Projekt schließlich realisiert werden.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Der neue Übergang ist nur für ausgewählte Personen passierbar, also nicht für normale Spaziergänger - aus Gründen der Verkehrssicherheit. "Es handelt sich hier nicht um eine öffentliche Brücke, die hätte ganz andere Anforderungen gehabt", begründete Michael Claus, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Die jetzige Brücke ist somit ein Kompromiss, der es dem Nabu ermöglicht, die Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen und zur Wiese zu gelangen.