Ausstieg verpasst: Mann zieht Notbremse im Zug

Bahnverkehr 59-Jährige sieht eigenes Verhalten als rechtmäßig an

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Foto: Haertelpress

Zwickau. Auf der Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Zwickau brachte gestern Abend ein 59-Jähriger einen Zug unplanmäßig zum Stehen. Der Mann wollte in Zwickau aussteigen und verpasste seine Haltestelle, weil er eingeschlafen war. Als er erwachte, fuhr der Zug gerade aus dem Bahnhof los. In dem Moment zog der 59-Jährige einfach selbstverständlich die Notbremse. Aussteigen konnte er dennoch nicht, da mit Auslösen der Notbremse alle Türen automatisch verriegelt wurden.

Eine Anzeige und 22 Minuten Verspätung

Das Bahnpersonal rief die Bundespolizei, da Anzeige wegen Missbrauch von Notrufen erstattet werden musste. Der Beschuldigte sah sich selbst jedoch keineswegs im Unrecht. Der Wohnsitzlose konnte seine Reise nach der Aufnahme der Anzeige fortsetzen. Der von ihm genutzte und in Richtung Hof verkehrende Regionalexpress verspätete sich wegen des Ereignisses um 22 Minuten.