B173: Das Bau-Debakel geht weiter

Straßen Der Abschnitt in Gersdorf soll neu geprüft werden

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Im Herbst 2016 blieb die Straße für Bauarbeiten viel länger gesperrt als geplant. Foto: Markus Pfeifer

Gersdorf/Bernsdorf/Rödlitz. Zwei Straßenbauprojekte, die im vergangenen Jahr die Nerven der Verkehrsteilnehmer arg strapazierten, sorgen weiterhin für Gesprächsstoff. Denn wirklich gelungen sind die Oberflächensanierung der Bundesstraße 173 zwischen Gersdorf und Lichtenstein sowie der neugebaute Abschnitt der Hauptstraße in Rödlitz nicht.

"Ich kann mir die Abnahme der Oberfläche des Belages nicht erklären. In Höhe Hauptstraße 1 ist ein Hügel, eine Art Schikane eingebaut, das geht gar nicht", sagt der Rödlitzer Thomas Kunstmann und kann nicht verstehen, dass sich Kommunen als Auftraggeber immer wieder Schlampereien und Verzögerungen gefallen lassen müssen. Rödlitz ist Ortsteil von Lichtenstein und im dortigen Rathaus kennt man das Problem.

"Zur Abnahme des Bauvorhabens Rödlitzer Straße, 1. Bauabschnitt, wurden in zwei Bereichen grenzwertige Unebenheiten der Asphaltdeckschicht festgestellt. Deshalb wurde im Abnahmeprotokoll vermerkt, dass eine neue Begutachtung und Prüfung der Ebenheit der Asphaltdeckschicht am 30. September 2017 durchgeführt wird, da die Unebenheiten durch die Befahrung in der wärmeren Jahreszeit abgeschwächt werden können und in einen normativen Zustand übergehen können", erklärt Bürgermeister Thomas Nordheim und kündigt Forderungen an den Baubetrieb an.

An der B173, deren Bau sich im vergangenen Herbst um mehrere Wochen verzögert hat, ist schon klar, dass nachgearbeitet werden muss. Teilweise ist die Straße sehr wellig und weißt an einigen Stellen auch schon wieder Oberflächenschäden auf. "Die Mängel sind im Zuge der Realisierung entstanden und durch den Auftragnehmer verursacht. "Im Frühjahr 2017 ist die Vervollständigung der Leistung vorgesehen", teilt Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, auf Nachfrage mit.

Welche Arbeiten genau erfolgen und wann der Termin ist, wurde bisher aber nicht mitgeteilt. Offenbar steht eine erneute Vollsperrung der Bundesstraße zur Debatte, was genau wie Herbst wieder für Unmut sorgen dürfte, da die entsprechenden Umleitungen lang sind.