Bergbauverein hat volles Programm

Vorschau Alt-Schachter pflegen weiterhin die Traditionen ihrer Altvorderen

Zwickau. 

Zwickau. Die Mitglieder des Steinkohlenbergbauvereines Zwickau sind zwar allesamt in die Jahre gekommen, verfolgen aber nach wie vor das erklärte Ziel, die Traditionen des Bergbaus in der Region zu bewahren.

"Das sind wir nicht nur unseren Altvorderen, sondern auch den folgenden Generationen schuldig. Deshalb sind unsere derzeit 115 Mitglieder in den drei tragenden Säulen des Vereines immer noch sehr aktiv. Die Archivgruppe, die Technikgruppe und natürlich der Knappenchor kommen regelmäßig zusammen und haben eigene Jahresarbeitspläne. Langeweile kommt da nicht auf", sagte Karl-Heinz Baraniak, der am Montag auf der Jahreshauptversammlung als Vorsitzender des Vereines bestätigt wurde.

Gedenken an die Opfer des Unglücks vor 60 Jahren

In diesem Jahr gibt es für die Alt-Schachter gleich mehrere Höhepunkte, auf die sie zielstrebig zusteuern. Das erste wichtige Ereignis steht schon am 22. Februar auf dem Programm. Anlässlich des 60. Jahrestages der verheerenden Grubenkatastrophe auf dem Karl-Marx-Schacht, gibt es an diesem Tag um 8.30 Uhr einen Gedenkgottesdienst in der Moritzkirche. Um 10 Uhr folgt dann die traditionell stille Kranzniederlegung auf dem Hauptfriedhof.

Bei dem Unglück, ausgelöst durch eine Kohlenstaubexplosion in Folge eines unsachgemäßen Umganges mit Sprengstoff, verloren 123 Kumpel ihr Leben. Ein wesentlich erfreulicheres Ereignis wollen die Vereinsmitglieder am ersten Sonntag im Juli begehen. Dann laden sie zum 70. Zwickauer Bergmannstag ein.

Und schließlich gibt es noch einen ganz besonderen Auftritt des Knappenchores. "Unseren Chor soll am Festakt zurEröffnung der 4. Sächsischen Landesausstellung und am dazugehörigen Bürgerfest mitwirken. Wir sehen darin auch eine Würdigung unserer Vereinsarbeit", machte Karl-Heinz Baraniak deutlich.