BLICK-Aufruf löst Spendenwelle aus

Spende Hilfe für verunglücktes Kind in der Ukraine

Zwickau. 

Zwickau. Sichtlich gerührt meldete sich vor wenigen Stunden Karl-Ernst Müller. "Sehr offensichtlich haben wir durch die Veröffentlichung des BLICK vom 27./28. April weitere Spenden für die Opfer des Unfalls, der fast eine Familie auslöschte, überwiesen bekommen. Wir waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf der Reise in die Ukraine und so habe ich es erst jetzt von meiner Schatzmeisterin erfahren. Wir bedanken uns für die unbürokratische Unterstützung." Hintergrund: In der Ukraine gibt es auch für dramatische Fälle keine Versicherungen. Bei einem schlimmen Auto-Unfall mit einem Autobus verlor ein Ukrainer die Frau und ein Kind. Ein weiteres Kind überlebte und wird derzeit auf der chirurgischen Station des Krankenhauses von Lutzk, der Hauptstadt des Raijons Wolhynien, in dem die Zwickauer Partnerstadt Wladimir-Wolynsk liegt, behandelt. "Das Kind hat innere Verletzungen und Schäden am Gehirn", so Tanja M. die Dolmetscherin und informierte weiter: "es schaute in seinem bescheidenen Krankenbett, am Tropf hängend, unbeteiligt der Geldübergabe zu. Als wir ihm dann einen Osterhasen überreichten, ging ein müdes Lächeln über sein Gesicht."

Auch Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß initiierte zur vergangenen Stadtratssitzung eine Sammlung. Heiko Weigert, der Geschäftsführer Weigert des Zwickauer Supermarktes Globus und seine Mitarbeiter, hatten ebenfalls umfangreich gespendet. Müller weiter: "Ich kann garantieren, die Spender blieben alle anonym! Das sehe ich als ein Stück Vertrauen in unsere Arbeit!" Am Tag zuvor hatten sich im Gemeindeamt Laskiw Honoratioren verschiedener Institutionen versammelt, um gemeinsam die Spenden des Vereins entgegen zu nehmen, unter anderem für die Sozialstation Laskiw und die Ferienbetreuung Wladimir-Wolynsk.