Dankesfest für Helfer mit Herz

Soziales Anerkennung für ehrenamtliche Arbeiter

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Pierre Söllner, Regionalleiter der Johanniter, bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern._Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. Fremden Menschen zu helfen und dafür seine Freizeit zu opfern oder zumindest einzuschränken, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Flüchtlingswelle 2015 ist wie ein Tsunami über Deutschland geschwappt. Ohne den grenzenlosen, unentgeltlichen Einsatz vieler tausender Menschen wäre die Hilfestellung und Betreuung der Flüchtlinge nicht möglich gewesen. Auch in Sachsen haben Hunderte von Menschen seit zwei Jahren in ihrer Freizeit mit angepackt.

Die "Johanniter" haben dies zum Anlass genommen und etwa 40 Helfer zu einer kleinen Feier eingeladen, um einfach mal "Danke" zu sagen. "Wir haben Sprachdozenten, Alltagsbetreuung, Nähkurse und viele andere Projekte, die ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht möglich gewesen wären", so Jan-Dirk Unger, Wohnprojektleiter und Mitarbeiter der Johanniter. "Jetzt versucht der Helferkreis noch einzelne Paten für die Familien zu finden, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten", sagt Unger. "Ich bin sehr enttäuscht, dass so viele Familien und auch Jugendliche wieder fortgeschickt werden, die unsere Sprache gelernt und zum Teil auch Ausbildungen angefangen haben", sagt "Opa Bernhard" unter Tränen. Er selbst war von Anfang an dabei und hat vielen Flüchtlingen Deutsch beigebracht. Aber auch Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) war so gerührt über den bedingungslosen Einsatz des Helferkreises, dass sie ihre Rede vor Rührung kurz unterbrechen musste und viele Anwesende ihre Taschentücher zückten.