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Entsetzlich: Gedenkbaum für Opfer des NSU abgesägt

Polizei Unbekannte machten sich an Baum auf Zwickauer Schwanenteichgelände zu schaffen

Zwickau. 

Zwickau. Der erst kürzlich auf dem Zwickauer Schwanenteichgelände an der Reichenbacher Straße gepflanzte Baum zum Gedenken an das erste Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), Enver Simsek, ist abgesägt worden. Enver Simsek wurde am 9. September 2000 an seinem Blumenstand in Nürnberg durch Pistolenschüsse tödlich verletzt. Wer hinter dem Absägen des Baumes, einer Deutschen Eiche, steckt, ist bislang nicht bekannt. Seitens der Stadt wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Zeichen der Intoleranz und des mangelnden Demokratieverständnisses

Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zeigte sich in Anbetracht dieser niederträchtigen Aktion entsetzt. "Diese ruchlose Tat ist mehr als bloße Sachbeschädigung. Das Absägen des Baumes zeugt von Intoleranz, mangelndem Demokratieverständnis und von Verachtung gegenüber Terroropfern und deren Angehörigen! Es zeigt auch, dass manche leider nicht begriffen haben, welch menschenverachtenden Taten die Terroristen des NSU begangen haben", sagte das Stadtoberhaupt. Der Vorfall erinnert an ein ähnliches Vorkommnis aus dem Jahr 2015. Damals war der "Baum für gemeinsames Wachstum", den Jugendliche mit Migrationshintergrund im April auf dem Zwickauer Muldeparadies gepflanzt hatten, gleich zweimal zerstört worden.

 



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