Feuerwehrchef aus Zwickau analysiert das Jahr

Einsätze Berufsfeuerwehr rückte 170 mal mehr aus als 2016

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Kameraden der Berufsfeuerwehr am Freitag bei einer Übung im Hof. Foto: Ralph Koehler/propicture

Zwickau. Heinrich Günnel von der Berufsfeuerwehr Zwickau wertete Ende vergangener Woche das Einsatzgeschehen im Jahr 2017 aus. Der dienstälteste Feuerwehrchef Sachsens informierte am Freitag über das Geschehen in seinem Zuständigkeitsbereich. Demnach musste die Feuerwehr der Muldestadt im vergangenen Jahr 1242-mal ausrücken. Das war 170-mal öfter als im Vorjahr. Allerdings waren auch 240 Fehlalarme darunter.

"Brandstiftern wird es zu leicht gemacht"

Insgesamt konnten 185 Menschen vor Bränden sowie nach Verkehrsunfällen gerettet werden. Allerdings kamen auch 30 Personen ums Leben. Unter den insgesamt 127 Bränden waren zwei Großbrände zu vermelden. In diesem Zusammenhang verwiesen Amtsleiter Günnel und Heiko Kluß, Sachbearbeiter vorbeugender Brandschutz, auch darauf "Hausflure und Treppenhäuser nicht zuzustellen". Oft werde es potenziellen Brandstiftern auch zu leicht gemacht: "Oft genügt es Tätern, lediglich ein Feuerzeug mitzubringen!"

In der Berufsfeuerwehr Zwickau sind 176 Kameraden aktiv, davon 156 feuerwehrtechnische Beamte und 20 Angestellte. Weiterhin kommen im Zuständigkeitsbereich 15 Freiwillige Feuerwehren und 15 Jugendfeuerwehren zum Einsatz. Die Leitstelle des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen in Zwickau war ist in den drei Landkreisen für 680.379 Bewohner zuständig.