Geschichte über Fluchthelfer in der DDR vielleicht bald verfilmt

Porträt Jürgen Weiske sprach mit einem bekannten Fluchthelfer

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Jürgen Weiske aus Neukirchen präsentiert das neue Buch. Foto: Frenzel

Neukirchen. Jürgen Weiske aus Neukirchen hat einen bekannten Fluchthelfer getroffen. Zwischen dem 59-Jährigen und Kay Mierendorff, der mehr als 1000 DDR-Bürgern bei der Flucht helfen konnte, entwickelte sich eine Freundschaft. Nach den ersten Treffen in Florida entstand die Idee, die Erinnerungen von Kay Mierendorff festzuhalten. Sie vereinbarten Interview-Termine. Es gab 2011 und 2012 insgesamt 16 Treffen. "Wir haben von Anfang an einen guten Draht zueinander gefunden", erinnert sich Jürgen Weiske an die Gespräche mit dem mittlerweile verstorbenen Freund.

Die Aussagen von Kay Mierendorff füllen einen Ordner mit 348 Seiten im A5-Format. Der gebürtige Berliner sprach über seine spektakulärsten Fälle und einen Sprengstoffanschlag durch die Stasi. Die Informationen, die Jürgen Weiske zusammengetragen hat, dienen als Grundlage für ein Buch. Schriftsteller Hans-Gerd Pyka aus Berlin hat den Roman mit dem Titel "Der Wels - Freiheit oder Diktatur" geschrieben. Er ist im August 2016 in einem Selbstverlag erschienen.

"Bisher konnten wir rund 350 Exemplare verkaufen", sagt Jürgen Weiske. Er und Hans-Gerd Pyka planen demnächst auch Veranstaltungen für Schulklassen. Sie haben mittlerweile einen Filmoptionsvertrag für die Geschichte unterschrieben. "Es gibt die ersten Drehbuchautoren, die sich für den Inhalt des Buches und die Interviews mit Kay Mierendorff interessieren. So ein Film würde sich optimal für die Ausstrahlung an einem 3. Oktober eignen", sagt Jürgen Weiske.

Positive Worte zum Buch "Der Wels - Freiheit oder Diktatur" finden die Experten. Dazu gehört Tom Würker als Inhaber der Buchhandlung am Rathaus in Crimmitschau. "Der Stil ist gut, es ist professionell lektoriert und wird bestimmt nach den jüngsten Veröffentlichungen noch weitere Leser finden", sagt Tom Würker.