• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Helfer erhalten neue Boote

Investition Crimmitschauer Feuerwehrleute absolvieren Ausbildung auf der Talsperre

Sie haben eine Länge von 4,50 Metern, eine Breite von 1,70 Metern und einen 40-PS-Motor: Die neuen Aluminium-Rettungsboote der Freiwilligen Feuerwehr in Crimmitschau. Die Kosten für die beiden Boote belaufen sich auf rund 53.000 Euro. Die Anschaffung war nach den Erfahrungen, die beim Juni-Hochwasser im vergangenen Jahr an der Pleiße gesammelt worden sind, erforderlich. Damals mussten die Einsatzkräfte noch auf Schlauchboote zurückgreifen. "Damit begeben sich die Helfer bei starken Strömungen aber selbst in Gefahr", sagt Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau).

Die neuen Rettungsboote sind in den Gerätehäusern in Crimmitschau und in Mannichswalde stationiert. Zehn Mitglieder der Feuerwehr sollen bei einem Lehrgang einen Bootsführerschein erwerben. "Die neuen Rettungsboote sollen in der Ausbildung unter anderem auf der Koberbachtalsperre getestet werden", teilt Brandschutz-Sachbearbeiter David Tauber mit. Die Boote verfügen zudem über Such- und Handscheinwerfer. Die Entscheidung, wie viele Leute damit transportiert werden können, müssen die Retter je nach Einsatzsituation treffen. "Der Hersteller hat uns informiert, dass zum Hochwasser in Halle damit ein Gewicht von bis zu 1,5 Tonnen transportiert wurde", berichtet David Tauber.

Die Einsatzkräfte in Crimmitschau treffen aber noch weitere Vorkehrungen vor einer Flut. Die Stadt hat die Vorräte an Sandsäcken deutlich erhöht. In der Vergangenheit waren 6.000 Sandsäcke eingelagert. Für den Notfall sollen künftig 50.000 Sandsäcke bereitliegen. "Dabei wollen wir rund 30.000 Sandsäcke, die schon gefüllt sind, auf Paletten lagern", berichtet Gemeindewehrleiter Werner Spalerski. Die Sandsack-Reserven müssen an verschiedene Stellen im Stadtgebiet verteilt werden. Für rund 250.000 Euro soll in den nächsten Jahren ein Hochwasser-Warnsystem aufgebaut werden. Dabei handelt es sich um Sirenen, über die mit Sprachdurchsagen die Bevölkerung informiert werden kann. In Crimmitschau ist entlang der Pleiße der Aufbau von neun Sirenen geplant. "Wir wissen, dass wir mit Lautsprecherdurchsagen nicht weit kommen", sagt Spalerski zur Notwendigkeit der Investition.