Kino als Ort der Begegnung

Auszeichnung Olaf Müller ist "Unternehmer des Jahres"

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Es war sicher eine der emotionalsten Reden auf den Unternehmer des Jahres, die am Freitag in der Limbacher Stadthalle gehalten wurde. Günther Richter, der frühere Chef des Apollo-Kinos, der es nach der Wende von der Treuhand gekauft und saniert hatte, berichtete über den Werdegang des heutigen Kinobesitzers Olaf Müller, der die Auszeichnung "Unternehmer des Jahres 2018" bekam.

Eine Erfolgsgeschichte

Vor zehn Jahren übernahm Müller die Leitung des Filmhauses und investierte im vergangenen Jahr eine Rekordsumme: Gut eine halbe Million Euro hat er in die Modernisierung des größten der drei Kinosäle gesteckt. Mit einer besonderen Tontechnik, die mit dem Umbau im Apollo-Kino Einzug hielt, wurde zudem ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. "Wir sind erst das dritte Kino in ganz Sachsen, das das spezielle Tonsystem hat", so Olaf Müller. Seit er das Apollo-Kino vor zehn Jahren übernommen hat, steigen laut ihm die Besucherzahlen kontinuierlich - von etwa 30.000 im Jahr 2008 bis auf 50.000 im vergangenen Jahr.

"Wir haben in Limbach im Schnitt einen Anstieg von 25 Prozent. Deutschlandweit sind es nur sechs", so Müller. Mit seinem Kino will er auch einen kulturellen Beitrag für Limbach-Oberfrohna leisten. Sein Haus sei ein Ort der Begegnung - nicht nur zum Filme schauen, sondern auch für Konzerte und Kabarettvorstellungen. Da Olaf Müller sich selbst als "keinen Mann der großen Worte" beschreibt, tat er am Freitag zum Neujahrsempfang das, was er am besten kann - die Menschen unterhalten.Der Kinochef hatte dazu den Dresdner Comedian Matthias Machwerk als Überraschungsgast eingeladen, der das Publikum eine halbe Stunde mit Lachern versorgte.