Landwirtschaftsmuseum als Filmkulisse

TV-Produktion Mehrteilige Drama-Serie für den Kinderkanal entsteht zum Großteil in Blankenhain

Florian Lukas als Vater Meier (r.) und Juri Gayed als sein Sohn Anton drehten im Neubauernhaus für die erste Episode. Foto: Thomas Michel

Blankenhain. Florian Lukas und einige seiner Schauspielerkollegen haben das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain auf eine besondere Weise kennengelernt. Denn einige Ausstellungen des Museums wurden in den vergangenen Tagen für die Produktion der achtteiligen Drama-Serie "Der Krieg und ich" genutzt.

"Auf der Suche nach interessanten mitteldeutschen Orten für unsere Aufnahmen sind wir an diesem Museum einfach nicht vorbeigekommen", sagte Produzent Gunnar Dedio, der mit acht Episoden das Thema Krieg aus der Sicht von Kindern vor allem den jungen Zuschauern nahebringen will.

Wie sahen Kinder den zweiten Weltkrieg?

Für das Drehbuch der internationalen Produktion - die Serie entsteht in Kooperation unter anderem von SWR, Arte, BBC, Ceska televize und TV Polska - wurden Tagebuchaufzeichnungen und Briefe von Kindern aus der Zeit des 2. Weltkrieges genutzt.

"Die Sichtung der Materialien und deren Verarbeitung für eine kindgerechte Produktion haben wir zwei Jahre gebraucht", verriet Gunnar Dedio.

Kindgerechte Verarbeitung ist der Anspruch

Für die Filmaufnahmen in Blankenhain nutzte die Crew um Regisseur Matthias Zirzow verschiedene Einrichtungen rund um das Schloss. Das Neubauernhaus beispielsweise diente als Wohnung der Familie Meier - Florian Lukas spielte den Vater, deren ältester Sohn Anton (Juri Gayed) unbedingt zur Hitlerjugend wollte. Andere Drehorte waren der Museumsbauernhof, die alte Dorfschule und der Wintergarten des Schlosses. Gedreht wurde übrigens auch in der Historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau.

Die acht Episoden der Serie "Der Krieg und ich" werden voraussichtlich im Herbst des kommenden Jahres im Kinderkanal des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ausgestrahlt. Sie erzählen Geschichten von "Kriegskindern" aus Norwegen, Frankreich, Schottland, Polen, der früheren Sowjetunion, der Tschechischen Republik und Deutschland.