Limbacher wechselt von der Politik zur Kunst

Menschen Vom Stadtrat zum Maler - Konrad Felber stellt in der Stadthalle aus

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Die Wände der Stadthalle zieren derzeit um die 25 vorwiegend großflächige Malereien in bunten Acrylfarben. Geschaffen hat sie der frühere FDP-Stadtrat Konrad Felber. Schon seit vielen Jahren frönt der Limbacher dem Hobby Kunst. Angefangen hatte alles mit Skulpturen aus Stein und Holz. "Das wurde aber irgendwann zu aufwendig und so widmete ich mich 2014 verstärkt der Malerei", erzählt Felber.

Bis vor Kurzem leitete er die Stasi-Unterlagenbehörde in Dresden, nun ist er im Ruhestand und hat mehr Zeit fürs Kreative. Während seiner beruflichen Laufbahn organisierte er nach eigenen Angaben über 50 Kunst-Veranstaltungen in der Behörde. In seiner Garage werkelt der 66-Jährige an Bildern und Skulpturen. Aber nicht jeden Tag, sondern nur, wenn er Muße hat. "Ich brauche eine Idee und das entsprechende Material, dann kann es losgehen", erzählt Konrad Felber.

Sonnen-Skulptur in der Stadthalle

Er gehe nie zielgerichtet in den Tag mit dem Druck, heute etwas schaffen zu müssen. Seine Arbeiten seien auch keine Wunderwerke, figürliches Malen bereite ihm eher Schwierigkeiten. "Natürlich kann ich von keinem jahrelangen Kunststudium zehren, aber die Arbeit macht mir Spaß. Ich habe Freude am Schaffensprozess", sagt er. Zusätzlich zu den Bildern ist eine Sonnen-Skulptur in der Stadthalle ausgestellt. Sie besteht aus Holz und ist zwei Meter hoch. Zu sehen sind die Arbeiten noch das ganze Jahr über werktags von 9 bis 15 Uhr.

Konrad Felber wurde 1953 als Sohn eines selbstständigen Klempnermeisters in Limbach-Oberfrohna geboren. Er war 1990 Abgeordneter der letzten Volkskammer sowie des Bundestages. Von 1991 bis 1993 war er FDP-Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Chemnitzer Land, von 1992 bis 1995 Mitglied im FDP-Landesvorstand Sachsen und ab 1993 für einige Jahre Mitglied des FDP-Bundesvorstandes. Von 1994 bis jetzt saß er im Stadtrat in Limbach-Oberfrohna, immer für die Liberalen.