Piraten kassieren zwei Pleiten

Eishockey René Rudorisch fordert Reaktion von Trainer und Team

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atlosigkeit bei den Eispiraten Crimmitschau. Manager Ronny Bauer und Trainer Fabian Dahlem müssen eine Ursachenforschung zu den Gründen für die sportliche Krise betreiben: Nach dem Weggang der NHL-Leihgaben Wayne Simmonds und Chris Stewart war die Mannschaft am Wochenende völlig von der Rolle. Das Team stand ohne die Unterstützung des kanadischen Duos, welches sich ins tschechische Liberec verabschiedet hat, auf verlorenem Posten. Es gab zunächst vor 2.070 Zuschauern eine 0:7 (0:2,0:3,0:2)-Heimpleite gegen die Hannover Indians. Am Sonntag folgte vor 1.539 Besuchern eine 0:8 (0:2,0:2,0:4)-Auswärtsklatsche bei den Steelers Bietigheim-Bissingen. Die Gäste fielen im Schlussabschnitt nur durch Disziplinlosigkeiten auf: Austin Wycisk handelte sich eine Spieldauerstrafe ein. Philipp Gunkel und Daniel Bucheli mussten nach Faustkämpfen mit Disziplinarstrafen in die "Kühlbox". "Das Team und der Trainer sind gefordert, um eine Trendwende einzuläuten. Ich bin überzeugt, dass uns dieser Schritt gelingen wird", verdeutlicht Eispiraten-Geschäftsführer René Rudorisch. Aus seiner Sicht muss das Team in der Defensive endlich wieder konzentrierter und zielstrebiger zu Werke gehen. Im Auswärtsspiel in Bietigheim-Bissingen feuerten die Westsachsen mehr als 30 Schüsse auf den gegnerischen Kasten ab - trotzdem blieben sie ohne Treffer. Rudorisch: "Auf der anderen Seite lassen wir den Gegner in unserem Drittel viel zu einfach zu Toren kommen. Hier müssen wir uns deutlich steigern."

Bis zur Länderspielpause gibt es für die Mannschaft um Heimkapitän Austin Wycisk und Auswärts-Spielführer Patrik Vogl noch drei Bewährungschancen. Das Team muss am heutigen Mittwoch auswärts bei den Heilbronner Falken (ab 20 Uhr) antreten. Am Freitag steht das Heimspiel gegen die Landshut Cannibals (ab 20 Uhr) auf dem Programm. Am Sonntag geht es zum Sachsenderby zu den Lausitzer Füchsen in Weißwasser (ab 17 Uhr). Heilbronn und Weißwasser liegen in der Tabelle noch hinter den Eispiraten, die weiter auf den verletzten Verteidiger Florian Müller (Gehirnerschütterung) verzichten müssen. hof