"Politik trifft Arbeitsverwaltung" in Zwickau

Pilotprojekt Politiker besuchen Arbeitsagentur und Jobcenter

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Jörg Fischer, Kerstin Nicolaus, Michaela Ungethüm, Horst Wehner, Ines Springer, Carsten Körber, Andreas Fleischer, Janett Reinhold und Eugen Kirchdörfer besuchten die Agentur für Arbeit Zwickau. Foto: AfA / Mirjam Sobe

Zwickau. Sie hat in Zwickau mittlerweile schon Tradition, die Veranstaltung "Politik trifft Arbeitsverwaltung". Und so ließen es sich Bundestagsmitglied Carsten Körber, die Landtagsabgeordneten Kerstin Nicolaus, Ines Springer, Horst Wehner, die Büroleiterin von Marco Wanderwitz, Janett Reinhold und der Büroleiter von Gerald Otto, Eugen Kirchdörfer, am Donnerstag nicht nehmen, Jobcenter-Chefin Michaela Ungethüm und Arbeitsagentur-Chef Andreas Fleischer zum regionalen Arbeitsmarkt zu befragen.

"Eine gute Bildung und Ausbildung werden immer bedeutsamer - für Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen", weiß Andreas Fleischer. Wegen der Veränderungen der Arbeitswelt durch Digitalisierung und "Arbeitswelt 4.0" seien die Firmen heute mehr denn je auf qualifiziertes Personal angewiesen.

Es gibt nicht nur einen Weg

"Es gibt nicht mehr nur den einen Weg, wie es in der Vergangenheit der Fall war", resümiert Fleischer und nennt die Pendlerbewegungen, die Beschäftigung behinderter Menschen, Älterer und Migranten sowie die Ausbildung junger Leute über 30, die noch keinen Berufsabschluss haben, als Optionen, für die sich die Firmen mehr und mehr öffnen und die sie ausprobieren. Den "anderen Wegen" stellt sich auch die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Weil einmal erreichte Qualifikationen nicht mehr ausreichen werden, den neuen Anforderungen an die Arbeitswelt gerecht zu werden, will die Bundesagentur mit einer lebensbegleitenden Berufsberatung (LBB) eine Beratung über alle Lebensphasen anbieten. "Mit der LBB stellt die BA zukünftig ein hohes qualitatives Beratungsangebot als Beitrag zur Fachkräftesicherung zur Verfügung, das dem Strukturwandel Rechnung trägt", erklärt Fleischer das Pilotprojekt, das Anfang März in Leipzig gestartet wurde und im nächsten Jahr in allen Arbeitsagenturen genutzt werden soll.