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RAW wird abgerissen

Vollzug Neues Gefängnis soll Ende 2019 bezugsfertig sein

Am Montag haben die Abrissarbeiten am ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) im Zwickauer Stadtteil Marienthal begonnen. Dies teilte das sächsische Finanzministerium mit. Die Arbeiten auf dem 23 Hektar großen Gelände werden voraussichtlich bis zum April nächsten Jahres dauern. Anschließend will der Freistaat dort in Zusammenarbeit mit dem Land Thüringen eine Justizvollzugsanstalt errichten. Rund 150 Millionen Euro geben die beiden Bundesländer dafür aus. Der Erwerb des Grundstücks ist in dieser Summe bereits enthalten. Der Abbruch allein kostet zehn Millionen Euro. Um während des Abbruchs die Nerven der Anwohner nicht überzustrapazieren, sollen geräuscharme Baumaschinen zum Einsatz kommen. Der Abtransport des Bauschutts erfolgt über den Olzmanntunnel und die Reichenbacher Straße. Das Ministerium rechnet mit bis zu 180 Transporten pro Tag. Insgesamt sind 130.000 Tonnen Bauschutt und 40.000 Kubikmeter an belasteter Erde wegzuschaffen. Bereits Anfang letzten Jahres wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Der Bewuchs musste entfernt, Gleise demontiert und historische Schienenfahrzeuge an einen anderen Ort verlegt werden.

Die Planungen für die neue JVA sind indes noch nicht ganz abgeschlossen. Das Finanzministerium geht davon aus, dass alle Hürden bis zum April genommen sind. Die Bauarbeiten am Gefängniskomplex selbst können dann im vierten Quartal 2017 starten. Ende 2019 soll die Anlage stehen. Die Koordination liegt in den Händen des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Nach Angaben der Stadtverwaltung Zwickau hatten bereits vor zwei Wochen die ersten Abrissarbeiten eingesetzt. Es handelt sich dabei um fünf Gebäude außerhalb des JVA-Geländes. Sie waren Teil des alten RAW und sollen bis zum Juni verschwinden.