Unseriöse Schlüsseldienste verlangen Wucherpreise

Polizei Im Zwickauer Raum wird in zwei Fällen ermittelt

unserioese-schluesseldienste-verlangen-wucherpreise
Foto: Harry Härtel

Zwickau. Die Zwickauer Polizei ermittelt derzeit wegen Wuchers in zwei aktuell bekannten Fällen. Dabei geht es jeweils um dem Einsatz eines Schlüsseldienstes, der die Kunden letztendlich mehrere hundert Euro kostete.

Nach Angaben der Polizei wurden den Geschädigten im Vorfeld ein Preis genannt, der sich am Ende des Einsatzes auf fast das doppelte Entgelt erhöhte. In den vorliegenden Fällen wurden die Rechnungsbeträge mündlich mitgeteilt und immer eine Barzahlung gefordert, der die Geschädigten nachkamen. Die Schlüsseldienste sind vorher über eine Hotline bestellt worden.

Hinweise zur Inanspruchnahme von Schlüsseldiensten

Die Polizei bittet um erhöhte Aufmerksamkeit bei der Absprache von Leistungen und des Endpreises hinsichtlich der Inanspruchnahme eines Schlüsseldienstes - vor allem, wenn es kein regional ansässiges Unternehmen ist. Sie raten weiterhin die Endpreise verbindlich abzufragen und in einer Festpreisvereinbarung festzuhalten. So sollte eine "normale" Türöffnung nicht mehr als 150 Euro kosten.

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass es nicht rechtens ist, vor Ort einen unverhältnismäßig höheren Betrag zu fordern. Bei den vorher geführten telefonischen Absprachen handelt es sich um sogenannte Fernabsatzgeschäfte, die bis zu deren Erledigung ohne Kostenfolge widerrufen werden können. Sofortiges Barzahlen muss zudem nicht akzeptiert werden.

Zeugenhinweise oder Aussagen von weitere Geschädigten nimmt die Polizei in Zwickau unter 0375/44580 entgegen.