Unterricht im Zirkuszelt

Schule Fraureuther Grundschüler werden Clowns, Zauberer, Artisten und Dompteure

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Die Schüler der Fraureuther Grundschule haben Zirkusluft geschnuppert. Foto: Thomas Michel

Fraureuth. An die letzten Tage vor den Sommerferien werden sich die 160 Mädchen und Jungen aus der Fraureuther Erich-Glowatzky-Grundschule bestimmt noch lange erinnern. Schließlich tauschten sie ihre Klassenzimmer mit der Manege im Zirkuszelt. Auf der Wiese neben der Schule hatte der Projektzirkus von André Sperlich aus Wittenberg sein großes Zelt aufgeschlagen.

"Beim Aufbau des Zeltes haben die Eltern der Schüler fleißig mitgeholfen", erzählte Carolin Meyer. Die Lehrerin hatte den Projektzirkus bereits vor vier Jahren zum ersten Mal nach Fraureuth gelotst. "Wir waren auf Anhieb von diesem Angebot begeistert und haben uns damals schon einen Termin für 2017 gesichert", sagte die 49-Jährige, die zusammen mit ihren Kolleginnen und den Zirkusleuten für die drei Vorstellungen zum Abschluss der besonderen Unterrichtstage fleißig übten.

Erst wird geprobt und dann in drei Vorstellungen vorgeführt

Insgesamt gab es zehn Gruppen, die sich als Piraten, Jongleure, Fakire oder Trapezakrobaten versuchten. "Einige Kinder sind dabei echt über sich hinausgewachsen und haben nie gedachte Höchstleistungen vollbracht", freute sich Carolin Meyer, die sich um die jungen Fakire zu kümmern hatten.

Die drei Vorstellungen im Projektzirkus von André Sperlich waren fast bis auf den letzten Platz ausverkauft. Gestern Vormittag beispielsweise hatte man unter anderem die Kindergärten der Umgebung und die Bewohner des betreuten Wohnens aus Ruppertsgrün eingeladen, die freilich ordentliches Sitzfleisch brauchten. Immerhin dauerte eine Vorstellung gut zwei Stunden.

2021 soll der Zirkus wiederkommen

Dafür wurde das Publikum aber auch mit akribisch vorbereiteten Zirkusnummern der Grundschüler belohnt. Den einen oder anderen Schnitzer bemerkten sowieso nur die Zirkusprofis. "Der Zirkus wird in vier Jahren wieder hier sein", sagte Carolin Meyer, die sich auch darüber freute, dass alle Kinder ohne einen finanziellen Beitrag bei diesem Projekt dabei sein konnten.

Die Lehrerin war im Vorfeld bei Fraureuther Unternehmen Klinken putzen gegangen.