Verzögerung beim Straßenbau kostet Nerven

Infrastruktur Erster Bauabschnitt in Wüstenbrand endet kommende Woche

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In Wüstenbrand ist Geduld gefragt. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand. Unbekannte Leitungen, Personalmangel und weitere Probleme sorgen auf Baustellungen oftmals für Verzögerungen. Wenn dann Durchgangsstraßen wie die Brückenstraße/Limbacher Straße in Wüstenbrand betroffen sind, ist der Ärger groß. Denn sie ist aus Richtung Oberlungwitz und des Gewerbegebietes Wüstenbrand ein Zubringer zur Autobahn A4. Gebaut wird seit dem Frühjahr, doch die geplante Fertigstellung Mitte Oktober klappte nicht. Der aktuelle Bauabschnitt wird erst kommende fertig. Der zweite in Richtung der Wüstenbrander Kreuzung wurde sogar gänzlich auf nächstes Jahr verschoben. "Da gibt es noch Probleme mit der Entwässerung", weiß Ortsvorsteher Dietmar Röder, der alles andere als begeistert ist. Denn die Probleme an der Brückenstraße sind nicht die einzigen im Ort.

Umliegende Gewerbe haben es schwer

Auch bei den Kanalbauarbeiten in der Wind-Siedlung ging es oftmals nur schleppend voran, weil hier offenbar die Bauarbeiter fehlten. Die Verzögerung ist vor allem für die Anwohner ärgerlich, während an der Brückenstraße auch verschiedene Firmen und der kleine Imbiss von Cornelia Jahn betroffen sind. "Die Leute aus dem Gewerbegebiet fehlen", sagt die Imbissbetreiberin.

Um mehr als die Hälfte ist der Umsatz eingebrochen, was gerade vor dem Winter problematisch ist. Denn der ist immer schwierig, weshalb der Imbiss an der Brücke von kurz vor Jahresende bis März geschlossen wird. "Da suche ich nun einen Job, um Geld zu verdienen", sagt Cornelia Jahn, die sich in den letzten Monaten nur dank ihrer treuen Stammkunden über Wasser halten konnte.