Weg mit dem Schandfleck?

Stadtrat Was passiert mit dem Bahnhof am Ostring

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Einst war es ein imposantes Gebäude, im preußischen Stil errichtet. In den letzten Jahrzehnten verfiel es aber immer mehr - der Bahnhof am Ostring in Limbach-Oberfrohna. Im Jahr 1872 wurde die Bahnstrecke Limbach-Wittgensdorf eröffnet, vor 20 Jahren rollte der letzte Zug in den Bahnhof. Seitdem ist das Gebäude, das ein Kulturdenkmal ist, sich selbst überlassen.

Da die Stadt für den Bahnhof keine Verwendung hat, soll er abgerissen werden. Dass der "Schandfleck" beseitigt werden muss, das sieht auch Stadtrat Toni Naumann so. "Der jetzige Zustand ist nicht mehr hinnehmbar. Auch in Bezug auf die Straßenbahnverbindung des Chemnitzer Modells, das einmal daran vorbei führen soll", sagt er. Naumann ist aber nicht nur Stadtrat, sondern auch Eisenbahnfreund. Für ihn ist der Bahnhof daher auch ein Aushängeschild der Stadt Limbach-Oberfrohna. "Ideal wäre es, wenn man einen oder mehrere gewerbliche und private Mieter finden könnte und obendrein Vereine wie beispielsweise den Modellbahnclub, die sich im Bahnhof ansiedeln. Zusätzlich könnte man eine Dauerausstellung von Wolfgang Ziemert aufbauen", sagt Toni Naumann. Doch für all das bräuchte es ein Sanierungskonzept.

So eines möchte Stadtrat Marvin Müller gern auf den Weg bringen. Auch ihn schmerzt die Vorstellung, dass das Gebäude abgerissen werden soll. "Der Bahnhof ist einer der letzten in der Region, die noch im preußischen Stil erhalten sind", erläutert Müller. Er sieht durchaus realistische Chancen für das Areal. "Man muss es nur wollen", sagt er. Überzeugungsarbeit sei nun wichtig. Die will Müller in der nächsten Sitzung des Stadtrates Anfang November leisten.