Wildenfelser Schloss: Radonwerte zu hoch

Bau Sanierung wird teurer als geplant

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Im Nord- und Westflügel des Schlosses müssen die zukünftigen Verwaltungsräume abgedichtet werden. Foto: Nicole Schwalbe

Wildenfels. Nord- und Westflügel des Wildenfelser Schlosses sollen zum Verwaltungssitz um- und ausgebaut werden. Um den ab 2018 vorgeschriebenen "Referenzwert für Arbeitsplätze" einzuhalten, wurde Dr. Heiko Herrmann von der Stadtverwaltung engagiert, eine Radonmessung durchzuführen.

Radon - Was ist das und wie schädlich ist es?

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das bei erhöhten Werten in der Atemluft gesundheitsschädlich ist. Der zulässige Wert liegt bei maximal 300 Becquerel pro Kubikmeter. Im Schloss wurden im Keller bei geschlossenen Türen Messwerte von 1200 Becquerel pro Kubikmeter erreicht. Gemessen wurden 8 Räume und der Keller im kalten sowie im warmen Zustand.

Noch gelangt es ungehindert ins Schloss

"Durch die fehlende Bodenplatte und das Bruchmauerwerk kann das Radon ungehindert in das Schloss dringen. Daher werden wir eine Firma beauftragen, die nicht gasdurchlässige Bitumenbahnen verlegt und Medien- sowie Heizungsrohre abdichtet", so Bürgermeister Tino Kögler bei der letzten Stadtratssitzung.

Die Stadtverwaltung geht momentan davon aus, dass die verbindlichen Empfehlungswerte für einen ausreichenden Schutz am Arbeitsplatz mit überschaubaren Mitteln erreicht werden können. Neue Ausschreibungen sind geplant.