Zwei Kandidaten stehen zur Wahl

Kommunalpolitik Steffen Kretschmar und Erik Seidel wollen Nachfolger von Wolfgang Streubel werden

Steffen Kretschmar. Foto: Markus Pfeifer

Gersdorf. Wenn am 24. September Bundestagswahl ist, wird in Gersdorf auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Denn Amtsinhaber Wolfgang Streubel (66) geht demnächst in Ruhestand. Die beiden Nachfolgekandidaten kennen sich gut, denn sie sitzen derzeit für die Kommunale Wählergemeinschaft im Gemeinderat.

Kandidat A: Steffen Kretschmar

Steffen Kretschmar (53) ist zudem seit 2009 stellvertretender Bürgermeister und ist vielen Gersdorfern als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr bekannt. Er stand von 1997 bis 2003 und von 2007 bis Anfang 2017 an der Spitze der Wehr. Mitglied bei den Rettern ist Kretschmar sogar schon seit 1974. Seinem Heimatort ist er stets treu geblieben und sieht es schon länger als seine Aufgabe, sich für Gersdorf stark zu machen. Der Elektronikingenieur arbeitet derzeit im Bereich Qualitätsmanagement eines Wärmeanlagenbauers.

"Mir ist es wichtig, mit den Leuten über die Probleme zu reden. Nur so kann man gemeinsam eine Lösung finden", sagt Steffen Kretschmar, dem es wichtig ist, die ländliche Struktur und Natur der Heimat zu erhalten, den Hochwasserschutz zu verbessern, junge Familien im Ort zu halten sowie Firmen und Händler im Rahmen der Möglichkeiten einer Gemeindeverwaltung zu unterstützen.

Kandidat B: Erik Seidel

Auch Erik Seidel (51) ist in Gersdorf vielen bekannt. Er ist seit langem in der erfolgreichen Abteilung Turnen von Blau-Weiß Gersdorf aktiv und fungiert auch als Vorsitzender des Mehrspartenvereins mit insgesamt rund 900 Mitgliedern. Obwohl er auch zur Kommunalen Wählergemeinschaft gehört, kandidiert er nun als unabhängiger Kandidat und bekam die geforderten Unterstützerunterschriften schnell zusammen. Beruflich ist Erik Seidel als Fernmeldetechniker tätig.

Steffen Kretschmar sieht er nicht als Konkurrent, sondern als Mitbewerber. "Ich will keinen Wahlkampf gegen etwas oder jemanden machen, sondern für etwas", sagt Seidel, dem die Vielfalt der Gersdorfer Vereine, die vielfältige Weiterentwicklung des Ortes und seine Eigenständigkeit am Herzen liegen.