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Flutkatastrophe im Westen fordert mehr als 100 Todesopfer

blaulicht Zahl der Opfer ist bereits weitaus größer als bei der "Jahrhundertflut" 2013

Nordrhein-Westfalen/Blessem. 

Nordrhein-Westfalen/Blessem. Die Hochwassersituation, die seit dieser Woche im Erftkreis herrscht, spitzt sich zu. In Erft-Blessem sind zahlreiche Häuser eingestürzt, nachdem das Wasser eine Wohnsiedlung unterspülte. Wie Anwohner berichten, befindet sich der Ort Blessem auf einer ehemaligen Kießgrube. Ein Kießwerk befinde sich in unmittelbarer Nähe. Die Wassermassen unterspülten den Bereich und es kam zum Einsturz. Live Aufnahmen zeigen das Ausmaß.

Hochwassertote nach Gebäudeeinsturz in Nordrhein-Westfalen

Autos, Einrichtungsgegenstände wurden metertief mitgerissen. Nach Angaben soll es zahlreiche Tote geben. Anwohner konnten erst am gestrigen Donnerstag wieder ihre Häuser betreten. Der Ort ist komplett evakuiert. Neben hunderten Einsatzkräften, die für den Ortsteil zur Verfügung stehen, wurde auf der B265 ein Lazarett aufgebaut. Zahlreiche Bundeswehrfahrzeuge sind im Einsatz. Die B 265 gleicht bei Blessem einem Kriegsfeld. Dutzende LKW, PKW schwimmen im Wasser.

Laut Berichten steigen die Totenzahlen in NRW und Rheinland-Pfalz derzeit weiter an - auch in Belgien starben Menschen durch die Unwetter. Hunderte werden weiterhin vermisst. Die Zahl der Opfer ist bereits weitaus größer als bei der "Jahrhundertflut" 2013.

Steigende Pegelstände in Baden-Württemberg erwartet

Neue Unwetter gibt es weiter südlich. An den Flüssen und Seen in Baden-Württemberg erwarten die Experten für Freitag steigende Wasserstände. In einigen Regionen wurden erneut Straßen gesperrt, im Allgäu stand ein Wohngebiet unter Wasser. Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits vor schnellen Anstiegen vor allem in kleineren Gewässern des Südwestens.