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Corona-News

707 Zuschauer erleben Oberlosaer Heimsieg

Handball Plauener lassen sich auch von den starken Freibergern nicht überraschen

Plauen. 

Plauen. Der SV 04 Oberlosa hat sich enorm weiterentwickelt. Das zeigte der 24:21-Heimsieg (13:10) gegen die HSG Freiberg. Denn zunächst ließen sich die Plauener Handballer in einen torreichen Schlagabtausch verwickeln. In dem rannten die Vogtländer bis zum 5:5-Ausgleich von Marc Multhauf einem Rückstand nach. Genau das können die Freiberger bekanntermaßen sehr gut: Schnell spielen und den Gegner vorne wie hinten zu Fehlern zwingen.

Doch dann war Schluss mit lustig...

Nach acht Minuten zogen die Spitzenstädter die Taktikbremse. Wo man früher oft genug ins Verderben rannte, formierte der Gastgeber jetzt die beste Abwehr der Liga. 200 Gegentore in neun Spielen bedeuten in der Mitteldeutschen Oberliga den aktuellen Spitzenwert. Die HSG Freiberg biss sich von nun an die Zähne aus an der Mannschaft um Torwart-Kapitän Carsten Klaus. "Das war sehr bemerkenswert. Denn unsere Spielvorbereitung war diesmal eine Katastrophe", verriet SV-Trainer Petr Hazl. Was die 707 Zuschauer und auch der Gegner nämlich nicht wussten: Oberlosa kränkelt derzeit sehr. Unter anderem quälten sich Marc Multhauf, Jakub Kulomaznik und Karel Kveton mit Infekten durch dieses sehr intensive Spiel. Torwart Carsten Klaus weilte die Woche über berufsbedingt in Berlin. Er trainierte kaum. Und mit Torsten Wetzel, Marcus Peschke und Sebastian Duschek fehlen derzeit drei Spieler.

"Wir haben einfach dicht gemacht!"

Gerade in Heimspielen tat sich der SV 04 Oberlosa in solchen Situationen früher besonders schwer. "Wir haben aber einfach dicht gemacht!" Mit dieser simplen Formel umschreibt Schlussmann Carsten Klaus die hochkomplexe Abwehrarbeit seiner Vorderleute. Man konnte sich sogar einige unnötige Ballverluste und ein paar Fehlwürfe leisten. Denn die Hausherren dann eben auch die auffälligen Freiberger Eric Neumann und Nico Werner in den Griff. Und im Vorwärtsgang ist Oberlosa mittlerweile nicht mehr ausrechenbar. Tor um Tor zog man davon. Nach der 13:10-Pausenführung kam der Gegner lediglich beim 13:12-Anschlusstor noch einmal in Schlagdistanz. Bis auf 20:14 schraubten die Plauener den Tachostand hoch. Dann schwächelte Oberlosa ein wenig. Aber mittlerweile zieht der SV 04 aus dem Skatblatt Überraschungsmomente, die zielsicher einnetzen. So übernahm diesmal Philip Trommer-Ernst beim Stand von 23:21 die Verantwortung. Sein Tor zum 24:21-Endstand bedeutete für Freiberg den Genickbruch.

Nächsten Sonntag geht's nach Jena

SV-Trainer Petr Hazl fasst zusammen: "Wir bleiben auch nach neun Spieltagen ungeschlagen. Jeder im Verein hat begriffen, dass wir keine Übermannschaft sind. Kommenden Sonntag fahren wir zum bärenstarken Aufsteiger nach Jena. Dort ist wieder jeder Einzelne ganz wichtig. Das gilt auch für unsere sensationellen Fans!" 707 Zuschauer erlebten am Samstagabend den Heimsieg gegen Freiberg. Das ist neuer Saisonrekord für Oberlosa. Die Kurt-Helbig-Sporthalle war quasi ausverkauft.

Statistik

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (2 Tore), Weikert (1), Roth (2), Englert, Märtner, Trommer-Ernst (1), Mertig (4), Richter (3), Hertel (4), Kolomaznik (1), Multhauf (6/davon 2 Siebenmeter)

Zuschauer: 707



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