Abfallentsorgung: Die Litauer machen es vor

Umwelt Delegation aus Vilnius in Plauen von Landrat begrüßt

abfallentsorgung-die-litauer-machen-es-vor
Landrat Rolf Keil (3. von rechts) hat in dieser Woche eine Delegation vom litauischen Abfallwirtschaftsverband "VAATC" getroffen. Foto: Karsten Repert

Plauen. Das Vogtland kann, ja eigentlich muss es, von den Litauern lernen. Genau deshalb war Landrat Rolf Keil mit einer Delegation vom litauischen Abfallwirtschaftsverband "VAATC" aus der Hauptstadt Vilnius unterwegs. Die Litauer hatten vor ein paar Jahren in Deutschland geguckt, was hier falsch läuft. Jetzt hat das Land Vorsprung in Sachen Müllverwertung.

Zum Beispiel werden in der Region um Vilnius keine 100 kleine Mülldeponien mehr betrieben. Die dort lebenden 800.000 Menschen entsorgen ihren Abfall über 17 Sammelstellen, von wo aus dann der sortierte Müll zu einer großen Deponie gebracht wird. Eine hochmoderne Müllverbrennungs-Anlage und eine Mechanisch-Biologische-Abfall-Behandlungsanlage sind in Litauen die Zukunft. Müll wird dort also eingesammelt und dann nicht sonst wohin gefahren.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Landrat Rolf Keil und Geschäftsführer Prof. Dr. Bernd Märtner begrüßten in der M&S Umweltprojekt GmbH in Plauen die Litauer. Tomas Vaitkevičius (Geschäftsleiter/Direktor), (Leiter der Produktionsprozessabteilung), Romualdas Matonis (Schichtleiter der Deponiebetriebsabteilung) und Daiva Sandaitė Leiterin der Juristischen Abteilung) brachten ihre Erfahrungen mit. Unter anderem wurde während des zweitägigen Arbeitsbesuches auch die Deponie in Schneidenbach begutachtet.

"Die M&S Umweltprojekt GmbH verbindet mit dem VAATC eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit", stellte Geschäftsführer Bernd Märtner voran. Aktuell ist M&S vom VAATC mit der Durchführung des Deponie-Monitorings sowie mit der Planung der neuen 3. Sektion der Zentraldeponie des Abfallwirtschaftsverbandes Vilnius beauftragt.