Als Erinnerung an Oelsnitzer Komponisten

Musik Schüler widmen sich Klängen von Johann Rosenmüller

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Gymnasiasten und Profimusiker zusammen auf der Bühne. Foto: Simone Zeh

Stelzen. Rosengleiche Klänge von Johann Rosenmüller zelebrierten jüngst Oelsnitzer Gymnasiasten neben den Profimusikern vom "Ensemble 1684" Leipzig. Kein Geringerer als Musikwissenschaftler Michael Maul, Intendant des Bachfests Leipzig, brachte dem Publikum beim Frühlingskonzert in Stelzen das Leben und die Werke von Rosenmüller nahe.

Über Rosenmüller

Der vogtländische Komponist wurde im Jahr 1617 in Oelsnitz geboren, war Organist an der Nikolaikirche und später auch an der Thomaskirche, verbrachte einige Jahre in Venedig und starb 1684 in Braunschweig-Wolfenbüttel.

Es war ein festliches Barockkonzert, dass so recht in die Zeit nach Pfingsten passt, die für den Heiligen Geist steht. Was das bedeutet? "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst" erklang es von den Instrumental- und Gesangssolisten des "Ensemble 1684" Leipzig, welches sich der Pflege der Barockmusik und Werken fast vergessener Komponisten aus dieser Zeit widmet.

"Er wäre stolz"

Unterstützt wurden die Profimusiker von Schülern des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz, die damit dem Sohn ihrer Stadt huldigten. "Wenn Johann Rosenmüller das heute erleben würde, 350 Jahre nachdem diese Musik entstanden ist, er wäre stolz", so Michael Maul.

Vor allem, wie begeistert junge Vogtländer die Musik von Rosenmüller darbieten, und wie viele Gäste applaudieren würden. In der Inschrift des Epitaphs in der Wolfenbütteler Kirche steht, so zitierte Michael Maul, unter anderem geschrieben: "Jene süße, herzrührende und rosige Weise ist verklungen ... Erloschen ist die Leuchte, die weit über Europa hin strahlte."