Auerbach: Eine neue Schwimmhalle muss her

Stadtentwicklung Waldpark-Chef kämpft für Ersatzneubau für marodes Gebäude

Brunn. 

Brunn. Geht es nach Joachim Otto, wird das Waldbad Brunn in naher Zukunft wieder eine ganzjährig nutzbare Schwimmhalle haben. Aufgrund von Konstruktionsfehlern musste die 1998 eröffnete Halle aus Sicherheitsgründen schließen. Seit vielen Jahren wird sie nicht mehr genutzt. Seit geraumer Zeit ist auch der Nichtschwimmer-Bereich außer Betrieb. Zudem gebe es Sanierungsbedarf im Sprungbecken.

Kann die Stadt sich die Sanierung leisten?

Für den Geschäftsführer des Waldparks Grünheide ist das ein unhaltbarer Zustand für eine Stadt, die sich als familienfreundlich präsentiert. Aus Ottos Sicht ist Handlungsbedarf dringend nötig. Ein Neubau sei realistisch und finanzierbar. Natürlich weiß auch der CDU-Stadtrat, dass ohne Fördermittel vom Freistaat nichts geht. In seinen Überlegungen geht er von 50 Prozent Förderung aus. Im Jahr 2023 läuft die Fördermittelbindung für das alte Bad aus. Die Anlage ist dann abgezahlt. Mit einer ähnlichen Tilgungsrate wäre der Eigenanteil der Stadt Auerbach für eine neue Halle leistbar, glaubt Otto. Nach einer vorliegenden Planung aus dem Jahr 2009 ist ein Ersatzneubau mit rund 3 Millionen Euro veranschlagt.

Aufgrund der Kostensteigerung in der Baubranche geht Otto je nach Ausstattung von einer Gesamtinvestition zwischen fünf und sechs Millionen Euro aus. Die bestehenden Duschen und Umkleiden könnten in das neue Projekt integriert werden. Nach Schätzungen des Fördervereins Waldbad Brunn muss ein jährlicher Zuschuss von knapp unter 200.000 Euro aufgebracht werden. Kalkuliert wird mit 65.000 Gästen im Jahr. Der Eintritt ohne Ermäßigung soll bei fünf Euro liegen. Der für 2019 geplante Zuschuss der Stadt für das Freibad Brunn inklusive Sauna liegt aktuell bei 177.000 Euro. Somit ergibt sich für ein modernes, saniertes Ganzjahresbad ein zusätzlicher Zuschuss von rund 25. 000 Euro. "Dies könnte der städtische Haushalt leisten", ist Otto überzeugt.

Zu den Gewinnern würde nicht nur der nahe gelegene Waldpark gehören. "Die Wasserballer vom SV Fortuna hätten dann wieder übers gesamte Jahr ordentliche Trainingsbedingungen." Von der Realisierung des Projekts würde die Stadt und das gesamte Umfeld profitieren.