Auerbach sagt Chemnitz den Kampf an

Fußball "Himmelblauen" sind klarer Favorit, der VfB aber nicht chancenlos

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Der Auerbacher Marcel Schlosser freut sich auf seinen Ex-Verein und sagt: "Uns muss man erst einmal besiegen." Foto: Karsten Repert

Auerbach . Auf 1.500 Zuschauer und ein spannendes Spiel freut sich der VfB Auerbach. Der empfängt am Dienstag den Chemnitzer FC im Fußball-Sachsenpokal. Das Achtelfinale wird 13.30 Uhr angepfiffen und eigentlich sind die Rollen vor diesem Feiertagskick klar verteilt. Denn der Chemnitzer FC hat den Sachsenpokal in seiner Vereinsgeschichte bereits neunmal gewonnen und er kommt auch als amtierender Pokalverteidiger nach Auerbach. Hinzu kommt der Ein-Klassen-Unterschied. Chemnitz rangiert in der 3. Liga auf Platz zwölf von 20 Vereinen und gewann vergangenen Freitag gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (1:0).

Hat der VfB Auerbach überhaupt eine Chance?

Diese Frage scheint berechtigt, wenn man den bisherigen Saisonverlauf offensiv betrachtet. Die Vogtländer gewannen erst ein Spiel. Sie stecken in der 16er-Staffel mittendrin im Regionalliga-Abstiegskampf. Und während die Chemnitzer Profis bereits am Freitag spielen durften, hat der Nach-Feierabend-Fußballbetrieb VfB Auerbach zwischen dem Babelsberg-Spiel (2:2) und dem Sachsenpokal-Derby ganze zwei Tage (Sonntag, Montag) frei bekommen. "Babelsberg hat sich leider nicht auf eine Spielverlegung eingelassen", ärgert sich VfB-Manager Volkhardt Kramer. Obwohl sein Verein im sechsten Jahr in der Regionalliga vertreten ist, sieht Kramer das für seinen VfB "nach wie vor als Startplatz in der Champions League." Die Göltzschtaler sind es gewohnt, um jeden Grashalm zu kämpfen. Und sie haben so erst ganze vier Saisonspiele verloren. Zum Vergleich: Chemnitz hat eins höher sechs Niederlagen kassiert.

Die Auerbacher sind jetzt schon Remiskönige

Auch gegen den SV Babelsberg spielte Auerbach Unentschieden. Marc-Philip Zimmermann löste mit einem Flugkopfball zum 2:2-Ausgleich seine eigene Torblockade. Spielmacher Marcel Schlosser weiß: "Der Zimbo, das ist unsere Lebensversicherung." Gefährlich werden könnte dem Chemnitzer FC aber auch die Tatsache, dass die "Himmelblauen" den Gegner aufgrund des schiefen Tabellenbildes etwas belächeln. Genau darauf wartet man in Auerbach nur. VfB-Trainer Michael Hiemisch sagt es so: "Wir haben ein Team, das sich über die kleinen Erfolge hochschaukeln kann. Wir werden alles raushauen, was geht. Und dann schauen wir mal." Soll heißen, dass am Dienstag die Freunde des gepflegten Zweikampfes viel geboten bekommen. Das bekam zuletzt der FSV Zwickau zu spüren, der im Viertelfinale (2016/17 - 2:1 nach Verlängerung) viel Mühe hatte. Das Jahr davor war es die SG Dynamo Dresden, die im Viertelfinale (2015/16 - 1:0 nach Verlängerung) große Probleme bekommen hat.