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Denny Mertig macht elf Tore!

Handball Der SV 04 Oberlosa besiegt die SG Pirna/Heidenau mit 21:20

Plauen. 

Plauen. Der SV 04 Oberlosa hat zum zweiten Mal in dieser Saison gegen die SG Pirna/Heidenau gewonnen. Diesmal hieß es 21:20 für die Plauener. Zum "Helden des Samstagabends" avancierte wieder einmal Routinier Denny Mertig (11 Tore). Mit 23:5 Punkten behaupten die Plauener weiterhin Tabellenplatz zwei, punktgleich mit Spitzenreiter HC Elbflorenz II.

Wenn man gegen die zweitbeste Abwehr der Mitteldeutschen Oberliga das zweite Mal gewinnen will, muss man sich besonders gut vorbereiten. Nach dem 17:16-Hinspiel-Sieg in Pirna sahen viele Oberlosaer Handball-Experten eine Abwehrschlacht voraus. Und genau zu der kam es dann auch. Zwei starke Defensivreihen sowie zwei gut aufgelegte Torhüter mit Benas Vaicekauskas (Pirna) und Carsten Klaus (Oberlosa) machten Tore in der Anfangsphase zur Mangelware. Die Gäste legten zunächst immer vor, Oberlosa zog ebenso stetig nach. Nach 17 Minuten leuchtete ein 4:4-Unentschieden von der Anzeigetafel, fünf Minuten vor der Halbzeitpause stand es 7:7. Leistungsgerecht ging es schließlich mit einem 8:8-Unentschieden in die Kabinen.

Das Spiel nahm immer mehr Fahrt auf

SV-Schlussmann Carsten Klaus zeigte sich hochkonzentriert: "Das war im ersten Durchgang alles sehr knorrig. So wie Steine schneiden. Aber wir wussten durch unser Videostudium genau, worauf es ankommen wird." Und so nahm dieses Spiel nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Fahrt auf. Die sehr gut vorbereiteten Schwarz-Gelben zogen mit 13:9 in Front. Mit insgesamt elf Treffern krönte der erneut überragende Denny Mertig seine Leistung. Der Rechtsaußen erklärt seine Topform so: "Ich habe an meiner Fehlerquote gearbeitet und schalte jetzt in der Torabschlusshandlung den Kopf aus." SV-Abteilungsleiter Rico Michel sah allerdings, "dass sich die kampfstarken Gäste nie abschütteln ließen. Sie hatten in Geburtstagskind Srdjan Gavrilovic einen ebenso sicheren Vollstrecker, der achtmal einlochte".

Großer Jubel in der Helbig-Halle

Beim Stand von 17:15 für Oberlosa ging es in die letzten zehn Minuten. Ausgerechnet in Überzahl unterliefen den Gastgebern zwei haarsträubende Fehler. Einen nutzte Pirna per Konter zum Anschlusstreffer, den anderen wetzte der jetzt zwischen den Pfosten stehende SV-Keeper Max Flämig mit einer überragenden Parade aus. Pirna blieb bis zum 19:18 dran. Dann setzte sich der SV 04 Oberlosa durch sein neues Qualitätsmerkmal ab. SV-Trainer Petr Hazl fordert immer wieder: "Nehmt den Kopf hoch, streckt die Brust raus, setzt euch durch." Mit dieser Souveränität ließ sich der Gastgeber keinen Millimeter zurückdrängen. Linus Roth und Denny Mertig sorgten mit der 21:18-Führung für Jubel in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Das Pirnaer Urgestein Torsten Schneider konnte in der Folge zwar noch auf 21:20 verkürzen. Der Oberlosaer Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Bernd Märtner aber freute sich sehr darüber, "dass wir die kurzzeitige Schwächephase der Gäste eiskalt ausgenutzt und dann den Vorsprung clever verteidigt haben." Die letzten Sekunden spielten die "Nullvierer" unter dem Jubel der Fans routiniert herunter.

Kommenden Sonntag geht's nach Halle

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) wollen die Plauener (2. Platz | 23:5 Punkte) im Auswärtsspiel beim USV Halle (12. Platz | 9:19 Punkte) das Kalenderjahr 2018 erfolgreich abschließen. Denny Mertig hat in den letzten fünf Spielen für seinen SV 04 Oberlosa 42 Tore erzielt. Insgesamt traf der aus Aue stammende Wahl-Dresdner in 14 Saisonspielen bereits 76 Mal ins Schwarze. Der 33-Jährige sagt: "Wir alle sind angehalten trotz der Erfolgsserie auf dem Teppich zu bleiben. Jeder von uns weiß, dass wir in einer Liga spielen, in der auch die Mannschaften aus dem Tabellenkeller schwer zu bezwingen sind, weil sie ganz einfach gute Leute haben. Halle ist da ein sehr gutes Beispiel!" Der USV hat nur einen kleinen Kader, in dem zeitweilig vier Schwerverletzte große Lücken rissen. Jetzt ist Halle aber wieder einigermaßen vollzählig.

Statistik

SV 04 Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (1 Tor), Wetzel, Weikert, Roth (2), Englert, Märtner, Trommer-Ernst, Mertig (11/ davon 3 Siebenmeter), Richter (3), Hertel, Kolomaznik, Multhauf (4/2)

Zuschauer: 435



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