Der Gedanke vom Geben und Nehmen

Fest der Vereine Für Kirchensanierung gesammelt

Einmal im Jahr erwacht der sonst nahezu verwaiste, idyllisch gelegene Pfarrhof in Schönbach zum Leben. So auch zum Erntedankfest mit dem anschließenden Fest der Vereine. Durch den gesamten Nachmittag zog sich ein roter Faden, der anfangs im Gottesdienst durch Pfarrer Peukert gesponnen und im weiteren Verlauf immer wieder aufgegriffen wurde. Es war der Gedanke vom Geben und Nehmen.

Viele Kirchgemeindemitglieder hatten Erntegaben ins Gotteshaus gebracht. Herbstlich geschmückt wurde so der Gottesdienst, mit Liedern umrahmt von den Cossengrüner Freizeitsängern und dem Schönbacher Singkreis, zu einer festlichen Stunde. "Wir hatten auch alle Einwohner von Schönbach und den umliegenden Dörfern zum Fest eingeladen, welches traditionell die Vereine aus Cunsdorf, Cossengrün und Schönbach gemeinsam gestalten", sagt Jens Hempel, Kirchenvorstand in Schönbach. "Unser Anliegen war, mit all unseren Aktivitäten wieder Geld für die dringend notwendige Fortsetzung der Sanierungsarbeiten der Kirche zu sammeln. Und das ist uns gelungen."

Den Besuchern wurde dabei einiges geboten: Kaffee und selbstgebackener Kuchen sowie Produkte aus der Region, angefangen von verschiedenen Marmeladen, duftenden Seifen, Kartoffeln, gebastelten Herbstkränzen, Honig bis hin zu Hand-und Holzarbeiten, wurden angeboten. Vieles wurde gespendet, damit Geld in die Kirchenkasse kommt. Freilich waren dazu auch Besucher nötig, die kauften. Ein Geben und Nehmen eben. "Ein großer Besuchermagnet war der Obstsortenbestimmer Horst Prager aus Wernsdorf", so Jens Hempel. Er bestimmte die zahlreich mitgebrachten Äpfel verschiedenen Sorten sicher und souverän. Und mancher Apfelbaumbesitzer bekam dazu noch Hinweise und Tipps zur Verwendung, Zucht und Lagerung der Früchte. Die kleinen Leute indes vergnügten sich beim Sackhüpfen und anderen Spielen oder hielten ihr Stockbrot ins Lagerfeuer.