Die Plauener Spitze wird geliebt

Striezelmarkt Großes Gedränge in Dresden an den fünf Spitzen-Verkaufsständen

Immer zur Adventszeit erinnern sich viele Vogtländer an die Plauener Spitze. Die edlen Textilien - so sagen es mitunter die jungen Leute - seien verstaubt und in die Jahre gekommen.

Doch ganz viele Kostbarkeiten der Plauener Spitze haben im Wandel der Mode kaum an Wert eingebüßt. Melanie Förster aus Cottbus staunte Bauklötzer, als sie von der schwindenden Resonanz der Plauener Spitze im Vogtland erfuhr.

"Dann mögen die Auswärtigen diese Textilie mehr als die Menschen aus deren Heimat?" Nun, ganz so scharf muss man diese Frage nicht formulieren. Denn die Plauener Spitze hat in den vergangenen Jahren im Vogtland durchaus ein "Facelifting" und somit eine Renaissance erfahren. Menschentrauben wie in Dresden aber drängeln sich im Vogtland nicht um einen Plauener Spitze-Stand. Fünf dieser Stände fand der BLICK-Reporter in diesem Jahr in der Landeshauptstadt. Peter Meister aus Hüls bei Krefeld kam aus dem tiefen Westen. "Mir ist die Plauener Spitze ein Begriff. Meine Oma hatte eine solche Tischdecke.

Und sie war sehr stolz darauf", berichtete der Striezelmarkt-Besucher. Seine Frau Angela nahm geklöppelten Fensterschmuck mit nach Hause. Alle interessierten Vogtländer können im Plauener Spitzenmuseum die Ausstellung "Kostbarkeiten der Plauener Spitze - Wandel der Mode" besuchen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 Uhr bis 16 Uhr. kare