Diese Puppenkinder waren schon in New York, Moskau und Paris

Ausstellung Auerbacher Museum präsentiert "Seelenzauber"

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Museumsmitarbeiterin Simone Sonntag lädt die Besucher in die Welt der Puppen ein. Foto: Thomas Voigt

Auerbach. Sie heißen Chi-Choy, Elske, Wovoka, Manolo oder Kanicha. Es sind die "Puppenkinder" der Künstlerin Karin Schmidt. Unter dem Titel "Seelenzauber" werden sie in der Sonderschau des Auerbacher Museums präsentiert. Der Leihgeberin wird nachgesagt, dass sie ihren Puppen eine Art kindliche Seele einhaucht. Bei einem Rundgang kann man diese natürliche Lebendigkeit spüren. Man hat den Eindruck, als wollten sie etwas sagen. Erwartungsvoll blicken ihre Augen auf den Betrachter. In den Gesichtern spiegelt sich kindliche Unschuld und erwartungsvolle Neugier wider.

Verstärkt hervorgehobene Zitate sind aus Schmidts Buch "Seelenzauber" entliehen. Anregungen holte sich die in Hessen lebende Gestalterin in fernen Ländern. Neben den persönlichen Kontakten lernte sie dort auch landestypische Kleidungsstücke und Schmuck kennen. Schmidt war eine der ersten, die Puppen aus anderen Erdteilen mit farbiger Hautfarbe gestaltete. Ausgestellt waren sie schon in Metropolen wie New York, Moskau und Paris. Laut der Auerbacher Museumsleiterin Regina Meier ist es die letzte Ausstellung der gebürtigen Schlesierin, die in der Vergangenheit für ihr Schaffen mit etlichen Preisen bedacht wurde.

Geöffnet hat das Museum von Dienstag bis Sonntag zwischen 13 und 17.30 Uhr. Für Kinder ist ein extra Spielzimmer mit Kreativangeboten eingerichtet. Am 24. und 31. Dezember bleiben die Räumlichkeiten an der Schloßstraße geschlossen.