"E bissel Mundart auf Weihnachten"

Literatur Willitzgrüner bringt neues Buch heraus

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Für Manfred Zill ist Mundart ein Stück Heimat. Seine gesammelten Verse und Geschichten erschienen nun erstmals in einem Buch. Foto: Thomas Voigt

Schöneck. Er ist ein waschechter Vogtländer, der dem Volk gehörig aufs Maul schaut. Manfred Zill schnappt alles auf, was die Mundart so alles hergibt. Unter dem Titel "Horchet ner naus wie's winseln tut" stellte der 66-jährige Willitzgrüner sein erstes Mundart-Buch im Eigenverlag zusammen. In diesen Tagen ist es im Handel erschienen.

Mundart kann spannend sein

Auf über 100 Seiten findet der Leser Geschichten und Verse passend zur kalten Jahreszeit. "E bissel Mundart auf Weihnachten" - überspitzt, humorvoll und nachdenklich. Mundart und Brauchtum sind für den gebürtigen Schönecker wertvolles Kulturgut, was es zu bewahren gilt. Für den Rentner bis heute eine spannende Sache. "Noch immer tauchen Wörter auf, die ich noch nicht kenne.

"Im Vogtland gibt es große Unterschiede." Bei Insidern ist der gelernte Musikinstrumentenmacher kein Unbekannter. Seit vielen Jahren wird er zu Lesungen beispielsweise vom Vogtländischen Mundartkreis eingeladen. Zum 3. Advent liest der heimatverbundene Autor im Schönecker Museum.

Zill verarbeitet Erfahrungen

Sein neues Buch entstand, weil ihn die Leute immer wieder darauf angesprochen haben, verriet er. Als Grundlage diente ihm sein dicker Aktenordner. Darin heftete der fleißige Schreiberling seine gesammelten Werke über die Jahre sorgsam ab. "Mein erstes Gedicht wurde 1980 im 'Kulturbote' des Musikwinkels gedruckt." Beim Blättern durch das Mundartbuch stößt man unter anderem auf "Faule-Weiber-Kließ", "de scheckete Katz", und auf "ne Grueßvater sei Raachermue". Eingearbeitet sind eine Nachkriegsgeschichte mit seiner Mutter, einige seiner selbstgemalten Kinderbilder sowie ein paar traditionelle Rezepte.



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