Entspannte Atmosphäre beim Poetry Müllsammel-Festival

Kultur Rodewischs Bürgermeisterin lotste die Veranstaltung in den Stadtpark

Rodewisch. In entspannter Atmosphäre kamen die Besucher des Poetry-Müllsammel-Festivals am Samstagabend im Rodewischer Stadtpark zusammen. Während manche ausgelassen zur Live-Musik vor der Bühne tanzten, machten es sich andere in geselliger Runde zwischen antiquierten Wohnzimmerlampen auf Decken oder Holzpaletten gemütlich. Bereits am Vormittag startete die Müllsammel-Aktion. Etwa 60 Teilnehmer schwärmten in alle Himmelsrichtungen rund um Rodewisch aus. Das Einsatzgebiet erstreckte sich von Auerbach bis Schnarrtanne.

Mitorganisator Kevin Schimpf vom Verein "Ars Vitae" staunte nicht schlecht, was die Müllsammler unterwegs alles einsackten. "An den Ortsverbindungsstraßen lag besonders viel Müll." Autoreifen, Waschbecken, Dachpappe und vieles mehr landeten in den bereit gestellten Sammel-Containern. Nicht wenige suchten die Strecken mit ihren Familien nach Unrat ab.

Genauso hatte es sich Festival-Koordinatorin Dana Reifenberg gewünscht. "Ein fettes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben." Nach getaner Arbeit lockte das Catering. Viel Wert legten die Gastgeber auf alternative Angebote. Die Palette reichte von der klassischen Bratwurst bis zu Kichererbsen-Kreationen und vegetarischen Brotaufstrich. Wer wollte, gönnte sich ein regionales Bio-Bier.

Garniert wurde das Ganze mit jeder Menge Live-Musik. Von Freitag bis Sonntag präsentierten sich verschiedene Bands und Solisten. Rodewischs Bürgermeisterin Kerstin Schöniger, versäumte es nicht, vorbeizuschauen. "So mag ich den Park am liebsten." Voriges Jahr machte die Rathaus-Chefin dem Verein das Angebot, das Festival in den Stadtpark zu verlegen. Das Konzept scheint auch bei den Bürgern auf Akzeptanz zu stoßen. "Bisher hat sich noch niemand bei mir beschwert." Laut den Organisatoren wird das Festival im nächsten Jahr an gleicher Stelle fortgesetzt.