Fuchszahm und teufelswild

Umweltpädagogik Kornbacher führt Schülern Füchse vor

Bei Thomas Hohl haben schon einige Tiere des Waldes Quartier bezogen. Unter ihnen Marder, Vögel und ein Reh. Seit einigen Monaten hat der Umweltpädagoge zwei Füchse in seiner Obhut. Ihr Bau wurde versehentlich durch landwirtschaftliche Arbeiten zerstört. Zwei Jungfüchse überlebten. Elfriede und Elsa leben heute im Gehege auf dem Grundstück des Kornbachers. "Ich habe den Füchsen die Namen meiner Omas gegeben." In diesen Tagen schnüffelten sich die Wildfänge durch den tiefen Schnee. Es riecht verführerisch nach Mäusen. "In diesem Jahr gibt es davon reichlich", weiß Thomas Hohl. An die Nähe zu den Menschen sind die jungen Fähen längst gewöhnt. Auch an Kristin Dümmler. Die 23-Jährige begann im September dieses Jahres bei Thomas Hohl ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr. "Die Füchse habe ich mit der Flasche groß gezogen." Hochgepäppelt wurden die beiden mit Katzen- und Ziegenmilch. Heute ist die junge Frau oft mit dabei, wenn die Tiere Schülern vorgeführt werden. "Die Kinder hören uns ganz anders zu." Alles passiert außerhalb des Schulgebäudes im Wald. "Wir wollen mehr Verständnis für das Leben heimischer Tiere in der Natur wecken."

Ohne eine Sondergenehmigung vom Amtstierarzt wäre das alles nicht möglich. "Unsere Füchse werden halbjährlich untersucht." Seit Jahren gibt es in der Region keine Tollwutfälle mehr. Der Vogtländische Jagdverband steht hinter dem Projekt. Im Ort stellen die Tiere keine Gefahr dar. "Sie laufen niemals frei herum." Die drei Laufenten haben sich wild lebende Füchse aus dem Grundstück des Kornbachers geholt. Ansonsten sind Elfriede und Elsa stubenrein. "Für ihre Verrichtungen benutzen sie meistens ihr Holzhäuschen im Gehege." Dennoch dürfen die Rotfüchse nicht in die gute Stube. "Es sind immer noch Wildtiere."