Gealan: Vogtländer an der Spitze

Wirtschaft Unternehmen erwartet 2017 einen Rekordumsatz

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Das Team um Geschäftsführer Tino Albert (rechts) und Personalreferent Thomas Schäfer (links) hat nächstes Jahr einiges vor. Foto: Karsten Repert

Tanna. Innovativ, modern, weltoffen und trotzdem der Heimat verbunden. Wie soll das gehen? Eine bayrische Firma macht es vor. Sie hat in Thüringen 200 Millionen Euro investiert und strahlt mit einem Gesamtumsatz von 226 Millionen Euro längst bis ins Vogtland aus. Die Gealan Fenster-Systeme GmbH ist als kunststoffverarbeitendes Unternehmen mit Profilsystemen für Fenster und Türen in Europa erfolgreich. Über 100 Vogtländer stehen bei Gealan in Lohn und Brot!

Grenzenlos in der Mitte Europas

Die Geschäftsführer Tino Albert (43) und Personalreferent Thomas Schäfer (44) bestätigen auf BLICK-Nachfrage: "Unsere Mitarbeiter bringen traditionell eine sehr hohe Pendlerbereitschaft mit." Den Hauptsitz hat Gealan nach wie vor in Oberkotzau bei Hof. Dort betreibt man die Abteilungen Forschung, Entwicklung und den Werkzeugbau. Das Werk in Tanna sieht man unterdessen als Produktionsstandort in der Mitte Europas. Von hier aus gehen die Kunststoffprofile in alle Welt hinaus.

Vogtländer spielen wichtige Rolle

Bemerkenswert: Geschäftsführer Tino Albert und der für Tanna verantwortliche Personalreferent Thomas Schäfer kommen beide aus dem Vogtland. Sie pendeln genau wie viele andere der insgesamt 850 Beschäftigten ins nahe liegende Tanna (530 Mitarbeiter) und ins ebenso gut erreichbare Oberkotzau (300 Beschäftigte). Insgesamt beschäftigt die Gealan-Gruppe 1.350 Leute in ganz Europa. Gleichzeitig gilt auch 96 Jahre nach Unternehmensgründung der Grundsatz: "Wir sind hier verwurzelt. Wir bleiben zu Hause. Und wir lernen Ungelernte an."

In Tanna ging es vor 25 Jahren los

Rückblick: In Tanna begann das Unternehmen genau vor 25 Jahren. "Seitdem sind wir mit der Vier-Länder-Region mit Bayern, Thüringen, Sachsen und Tschechien noch tiefer verwoben als ohnehin", heißt es aus der Zentrale. Tino Albert kommt zum Beispiel aus Heinsdorfergrund und Thomas Schäfer aus Plauen. "Unsere Firmenstandorte wurden extra so gewählt, dass sie aus allen Himmelsrichtungen gut erreichbar sind. Bei uns arbeiten zum Beispiel auch Mitarbeiter aus Gera und Jena. Wir sind nach allen Seiten offen", berichtet Tino Albert.

Die Gealan-Gruppe wächst immer noch

Weil die Gealan-Gruppe nach wie vor als Ganzes wächst (in 2017 um 3,5 Prozent), werden offenbar im Jahr 2018 am Produktionsstandort in Tanna weitere Arbeitsplätze geschaffen. Geschäftsführer Tino Albert bestätigt: "Diese Überlegungen gibt es. Allerdings müssen wir zugleich noch ein paar Lücken in der Stammbelegschaft füllen, um gut aufgestellt zu sein." Internetinformationen zum Unternehmen: www.gealan.de.