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In Syrau feiert der Drache mit

Höhlenfest Ein gelungenes Programm

Wenn Syrau feiert, dann so richtig. Es ging am Wochenende bergab und bergauf, geradeaus und rund sowieso. Jeder wie er wollte. Und es gab einen Vorgeschmack für die kälteren Zeiten.

Syrau. Am Drache kommt man in Syrau nicht vorbei. Und das an ganz verschiedenen Stellen und Arten im Ort. Am großen Wasserbecken schaute er auf die Köpfe der Gäste, speite Wasser auf die, die ihm zu nahe kamen. Wie etwa die auf dem Wasser schwimmenden Laufbälle, in deren Innere Kinder ihren Spaß hatten. Im Wasserbecken, mit Strohballen umsäumt, wurden dann auch am Sonntag die Drachenwettkämpfe zelebriert.

Hauptsache dabei sein und Spaß haben

Erfrischend konnten die Syrauer Rennwettkämpfe sein, die für Geschwindigkeit und Luftbewegung sorgten. Beim obligatorischen Seifenkistenrennen ging es die ganze Straße hinab. Am schnellsten sauste Franz Fröhlich mit seinem Fröbersgrüner Flitzer die Strecke durch. Auch die anderen Fahrgestelle der Kinder trugen fantasievolle Namen wie Blaues Geschoss oder Bretterle. Mit letzterem ging Erik Volkmann aus Schönberg an den Start. Kumpel Jonas Jahn aus Unterpirk drückte ihm die Daumen. Auch wenn es nicht fürs Podest gereicht hat, der Spaß stand an erster Stelle. Die Räder des "Bretterle" stammten vom Kinderwagen, bestätigte der Papa von Erik, der die Seifenkiste selbst gebaut hat. "Eigentlich besteht sie nur aus einem Brett", meinte er. Deshalb auch der Name.

Den zweiten und dritten Platz holten die Geschwister Mohamad und Taim Khadour mit ihren Geschossen. Achim Schulz, ehemaliger Bürgermeister von Rosenbach, fungierte als Moderator und rief sie alle zur Siegerehrung auf die Bühne. Denn leer sollte keiner der sechs Piloten ausgehen. Und Franz Fröhlich durfte den Wanderpokal mit nach Fröbersgrün nehmen.

Wie bei den Kinder gingen auch sechs Geschosse in der Erwachsenenwertung an den Start. "Er hat gepokert, denn er hatte erst die schlechteste Platzierung", beschrieb Schulz den Kampfwillen von Andy Reißmann. Er holte für die Feuerwehr Syrau ganz überraschend den Sieg. Das zweite Geschoss der Feuerwehr, gelenkt von Vincent Stahl, kam auf den vierten Platz. Nicht ganz so gut lief es beim Dorfclub, den Festveranstalter, für den Thomas Wagner in die Seifenkiste stieg. "Ich bin zum ersten mal gefahren. Also kein Routinier", meinte der Syrauer. Aber Spaß habe es trotzdem gemacht, und nächstes Jahr ist ein anderer an die Reihe. Das dürfte kein Problem sein bei rund 30 Dorfclub-Mitgliedern, die beim Fest an ihren leuchtend grünen T-Shirts zu erkennen waren und überall umher wirbelten. Den zweiten Platz schaffte Markus Schneider vom Schwimmclub Plauen 06, auf dem dritten landete Christian Schubert mit der Opelwanne. Außer der Wertung startete ein Zweisitzer aus Theuma, eine Konstruktion mit zwei Sesseln und ein Hingucker. Nochmals um Geschwindigkeit und Geschicklichkeit ging es am dann Sonntag beim Rasentraktor Grand Prix.

Auch für Modebegeisterte war etwas dabei

Am Samstagnachmittag indes füllten sich die Sitzplätze vor der Syrauer Freilichtbühne. Die Modenschau war angesagt. Modeboutiquen aus Plauen und Zeulenroda schickten ihre großen und kleinen Models auf den Laufsteg. Nach dem Song "Taxi in Paris" kamen die Models - links auf der Bühne ein knallrotes Cabrio, im Hintergrund der Eiffelturm auf Leinwand - galant und cool, mit Hut, Sonnenbrille und Reisekoffer ausgerüstet, auf die Bühne. Eher nicht zu beneiden waren die Hobbymodels, zu denen Syrauerinnen genauso gehörten wie Leubnitzerinnen oder Plauenerinnen, als sie schon mal einen Ausblick auf die Herbst- und Wintermode gaben, diese aber bravourös präsentierten. Langärmelige Pullover und dicke Jacken, keine Frage, danach sehnt sich im Moment keiner in der Sommerhitze. Und doch weiß jeder, in ein paar Wochen ist es wieder soweit...

Bergauf und hoch hinaus ging es beim Syrauer Höhlenfest für alle Mutigen am Kletterturm. Und wer sonst noch Nervenkitzel suchte, war beim Autoscooter oder die Kleinen beim Kinderkarussell richtig. Die heißeste Party indes dürfte die am Samstagabend mit den Leipziger "Firebirds" gewesen sein. Keine Frage, Syrau versteht es zu feiern.