In Syrau sind die Seifenkistenfahrer gefragt

Höhlenfest Jüngster Teilnehmer aus Syrau geht an den Start

Syrau. 

Syrau. "Wo gibt es denn heute noch ein Seifenkisten-Rennen?" Das rief Pfarrer Michael Kreßler in die Menge. "In Syrau natürlich." In witziger Manier moderierte der Syrauer Pfarrer das Rennen der originellen Fahruntersätze beim Höhlenfest. Gleichfalls appellierte Kreßler, dass die Väter oder Opas mit dem Nachwuchs doch ein gemeinsames Projekt planen sollten und eine originelle Seifenkiste bauen könnten. Damit das Starterfeld wieder größer wird.

Jüngster Fahrer aller Zeiten an Startlinie

Dennoch erlebte das 23. Seifenkistenrennen in Syrau eine Premiere. Und zwar mit Otto Fröhlich, einem Steppke aus Fröbersgrün, der mit Bruder Franz und seinem Papa vor Ort war. "Er ist der jüngste Seifenkistenfahrer aller Zeiten in Syrau", so Pfarrer Kreßler. Und: Der Fröbersgrüner schien den anderen sogar noch etwas vorzumachen, denn beim Probelauf holte er die beste Zeit.

Der Ehrgeiz war geweckt

Das schien indes den Ehrgeiz der drei Konkurrenten anzustacheln. So etwa bei Anton Härtl aus Jößnitz, der mit seinem blauen Geschoss den Syrauer Berg hinuntersauste. Jonas Drechsler von der Syrauer Jugendfeuerwehr startete mit einem orangefarbenen Fahrgestell. Besonders aber Vorjahresssieger Franz Fröhlich, der große Bruder von Klein Otto, gab beim Punktelauf mit seinem Fröbersgrüner Flitzer noch mal alles und holte erneut den Sieg.

Vater Jan sah man den Stolz auf seine beiden Jungs an. "Ich bin selbst als Kind Seifenkisten-Rennen gefahren", erzählte er. Im kleinen Ort nahe Syrau haben Seifenkisten Tradition, denn in Fröbersgrün gab es viele Jahre zum Dorffest die Rennen mit den originellen Fahrgestellen. "Wir haben nur bei uns zu Hause im Hof geübt", so der Papa.

Mit dem Silberpfeil zu Sieg

Heiß aufs Rennen waren auch die "großen Jungs". Mit dem Silberpfeil legte Andy Reißaus vor, dann ging Frank Wunderlich, der Chef vom Männergesangsverein, mit seinem Deutschen Adler auf die Startrampe. Christian Schubert sauste mit der blauen Opelwanne den Berg hinab und Martin Zeh vom Dorfklub mit der Dorfschleuder. Andy Reißaus holte letztlich den Sieg.