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Jetzt muss Plauen rechnen

Müllentsorgung Stadtrat muss aufpassen, dass er sich kein faules Ei legt

Wenn ein Landkreis mit zwei verschiedenen Systemen arbeitet, gibt es ganz viele Probleme. Im Vogtland bereitet dieses Szenario nun Sorgen. Denn in Plauen wird die Müllentsorgung bislang ganz anders berechnet, als "außen herum". Oder anders: Durch den Verlust der Kreisfreiheit muss die Stadt Plauen nun eigentlich den Abfall genauso entsorgen lassen wie Reichenbach, Auerbach, Oelsnitz oder jeder andere Ort im Vogtland. Nur genau das geht nicht so richtig. Zu groß sind die Unterschiede. Plauens Stadtrat Bernd Stubenrauch (SPD): "Wir müssen jetzt alle genau aufpassen. Fehler lassen sich nämlich nur alle fünf Jahre oder gar nicht korrigieren. Es geht um unser aller Gebühren." Stubenrauchs Fraktionskollege Wolfgang Alboth ist als Vorsitzender des Abfallausschusses derzeit nicht zu beneiden. Sein Gremium sollte den Stadträten eine Beschlussempfehlung vorlegen, nach der die Plauener Abgeordneten abstimmen können, ob für die 65.000 Bürger ein "Beitritt" oder eine Übergangslösung am besten ist. Bis zur Stadtratssitzung nächste Woche Dienstag wird gerechnet und gerechnet. Das Problem: Nachdem klar wurde, dass die Plauener Bürger nicht ohne Krawall das Entsorgungssystem des Vogtlandkreises abnicken, schickte Landrat Tassilo Lenk einen offenen Brief. Den erhielt Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer. Tassilo Lenk: "In Abstimmung mit den Fraktionen des Kreistages schlage ich vor zu prüfen, ob das bisherige Abfallwirtschaftssystem der Stadt Plauen beibehalten werden kann."