Kein Rollstuhl mehr: Janek kann laufen!

Spendenrekord Vogtländer haben für kranken Jungen über 20.000 Euro gesammelt

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Im Bild von links: André und Janek Schaller, Kevin Reißner, René Jahn und Madlen Dörschel. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Vor drei Monaten erschütterte das Schicksal von Janek Schaller die Vogtländer. Der Zweijährige schien für immer an den Rollstuhl gefesselt. Weil kein Geld da war für die Adeli-Intensivtherapie. Die wird in Deutschland von den Kassen nicht bezahlt, ist aber für den Jungen aus Brockau die vermutlich einzige Chance, jemals richtig laufen zu lernen. Was nun passiert ist, kann man gar nicht wirklich glauben.

An einen kurzfristigen Erfolg glaubte keiner

Zwei Wochen hatten die Fußballer vom 1. FC Wacker dieses Geheimnis gehütet. Zur Hallenfußball-Stadtmeisterschaft saßen 613 Fans in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Nichts ahnend. Viele der Besucher und der teilnehmenden 15 Vereine hatten vergangenes Jahr kurz vor Weihnachten Geld gespendet.

Unfassbar: Tausende Euros kamen zusammen. Unter anderem veranstaltete der 1. FC Wacker Plauen ein Weihnachtssingen. Dort landeten alleine schon 1.400 Euro im Spendentopf. Eine Therapie in der Slowakei kostet aber 4.500 Euro. Fünf dieser Behandlungsrunden versprechen den Maximalerfolg. Und so hatte niemand an einen kurzfristigen Erfolg geglaubt.

Es ist ein kleines Wunder geschehen

"Wir sind zurück von der ersten Therapie. Auch wenn es ein wenig weh tut, aber Janek kann laufen", meldeten sich die überglücklichen Eltern des Jungen, der von Geburt an unter einer Zerebralparese leidet. Das ist eine Bewegungsstörung, die einhergeht mit einer spastischen Lähmung. Bei Wacker hielt man trotz dieser tollen Nachricht den Mund. Stattdessen wartete man auf diesen einen wunderbaren Moment. Direkt vor den Finalspielen marschierte der Bursche an der Hand von Papa André mitten auf das Spielfeld. Janek blühte auf vor Stolz. Das Publikum erhob sich geschlossen von den Plätzen und applaudierte, als würde gerade der Torschützenkönig gefeiert. Ein wirklich ergreifender Moment.

Allen Spendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt

Im Rahmen dieser Scheckübergabe durfte Kevin Reißner sein Chris-Löwe-Trikot mit nach Hause nehmen, welches der Plauener ersteigert hatte. Wacker-Vereins-Chef René Jahn rundete auf und machte 200 Euro draus. Madlen Dörschel gehörte zu den Organisatoren des Weihnachtssingens. Sie durfte letztlich 1.600 Euro übergeben. Dass Janek Schaller zur Stadtmeisterschaft vor den Finalspielen aufgelaufen ist, das macht ganz sicher viele Menschen glücklich. Allen Spendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Das Geld für fünf Therapien ist da!