Leubnitz bekommt neue Kläranlage

Umwelt Viele Orte haben bereits vorgelegt

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Volker Schubert erklärt den Einwohnern die Funktionsweise der neu gebauten biologischen Kläranlage in Leubnitz. Foto: Simone Zeh

Leubnitz. Das Innenleben der neuen biologischen Kläranlage in Leubnitz konnten die Einwohner bei der offiziellen Inbetriebnahme näher begutachten. "2,3 Millionen Euro hat die biologische Kläranlage gekostet", sagte Henning Scharch vom Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV). "Die Leubnitzer Bürger haben 800.000 Euro dazu beigetragen."

Kommt man aus Richtung Rodau nach Leubnitz, sieht man kaum, dass sich da rechts, gleich nach der Weißmühle, eine Kläranlage befindet. "Es stinkt nicht und man hört nichts", umriss Scharch.

Neue Verwendung für alte Anlage

Außerdem habe man die alte Kläranlage auf dem gegenüberliegende Gelände, die nach der Wende für die neu entstandenen Häuser in der Siedlung gebaut wurde, entsorgt. "Die Behälter bleiben für Löschwasser", sagte Bürgermeister Achim Schulz.

Die neue ist eine biologische Anlage mittlerer Größe entsprechend der Einwohnerzahl, wie es sie bereits mehrfach im Vogtland gibt. Etwa in Kloschwitz, Fröbersgrün und Tirpersdorf. Etwa tausend Menschen leben in Leubnitz. "Dreieinhalb Kilometer Abwasserdruckleitung haben wir gebaut", informierte Scharch.

Er dankte der Baufirma Schmidt aus Jößnitz für die schonende Bauweise, sodass nicht die neue Straße aufgemacht werden musste. Von der neuen Anlage, die nun ihre Abwässer klärt, konnten sich die Leubnitzer zur Einweihung überzeugen.

Einwohner zeigen sich begeistert

Man rieche nichts, sagte eine Einwohnerin. "Wenn es riechen würde, hätten wir ein Problem", meinte daraufhin Volker Schubert vom ZWAV, der die Kläranlage regelmäßig warten wird. Die Leubnitzer ist es die zweite biologische Kläranlage Rosenbachs, die offiziell in Betrieb genommen wurde.

"Die erste war die in Schneckengrün", sagte Achim Schulz. "Wir haben noch sieben Einweihungen vor uns", zählte er auf: Mehltheuer, Oberpirk, Fröbersgrün, Fasendorf, Rodau, Rößnitz und Demeusel. Fragt man Henning Scharch indes, sagt er, dass man mit dem Bau der biologischen Kläranlagen im Vogtland so langsam fertig sei.