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Oberlosa siegt gegen Aschersleben

Handball Plauener bleiben nach 32:30-Sieg ungeschlagen - Stadtderby wartet

Plauen. 

Plauen. Mit einem 32:30-Heimsieg gegen den HC Aschersleben hat sich der SV 04 Oberlosa auf das große Stadt-Derby eingestimmt. Die Schwarz-Gelben treten am kommenden Samstag (18 Uhr) mit breiter Brust beim HC Einheit Plauen an. "Wir wissen, was wir können und auch, dass es uns nicht zusteht, irgendwen zu unterschätzen", stellt SV-Cheftrainer Petr Hazl vor dem "Spiel der Spiele" der Mitteldeutschen Oberliga klar. Die Oberlosaer Handballer blieben auch gegen Aschersleben ungeschlagen. Noch in der vergangenen Saison hatte der aufstrebende Klub derartige Spiele prinzipiell verloren.

Der Gegner war unglaublich aggressiv

Zur Weißglut getrieben wurden die 545 Zuschauer am Samstagabend in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Denn Angstgegner Aschersleben spuckte Gift und Galle. Der HCA spielte mitunter böse foul, es wurde geschauspielert und die Gäste verstanden es sogar, die Schiedsrichter zu einer gelinde gesagt steigerungsfähigen Leistung zu nötigen. Doch das alles half nichts. "Weil wir uns nicht haben provozieren lassen. Wir haben auf alles eine Antwort gewusst und haben unser Ding mit eisernem Willen durchgezogen", freute sich der frühere Zeitstrafenkönig Andreas Weikert. Trotz Rippenprellung und Handverletzung schlug Weikert nicht zurück, sondern er zog dem Kontrahenten zusammen mit seinen Kameraden den Giftzahn.

Die Oberlosaer wissen jetzt wie es geht

Sechsmal gerieten die Plauener in Rückstand. Die Gäste hatten in Torjäger Carsten Kommoß (17 Tore/davon 9 Siebenmeter), Pit Seifert (5) und Trainersohn Andrej Filippov (4) wirklich bemerkenswert starke Handballer in ihren Reihen. 5:6 (11.), 10:11 (20.), 14:15 (28.) und 15:16 (30.) hieß es vor der Pause. In die rettete sich Oberlosa nach der Schlusssirene durch ein Freiwurf-Tor von Marc Multhauf (10 Tore/davon 5 Siebenmeter), der durch die Mauer traf und so zum 16:16-Halbzeitstand einnetzte.

Größter Aufreger im Spiel war zuvor ein übles Foul von Ascherslebens Frank Seifert, der den durchbrechenden Multhauf per Fuß von den Beinen holte und dafür nur zwei Minuten bekam. Der Oberlosaer Co-Trainer Richard Wander tobte: "Das ist ungeheuerlich. Das muss Rot geben." Er sah für diese Aussage Gelb. Trainer Petr Hazl schrie die Schiedsrichter an: "Ein klarer Regelverstoß!" Er bekam von Frank Meyer und Ralf Petzold eine Zwei-Minuten-Strafe, sodass Oberlosa in Unterzahl weiterspielte und in Rückstand geriet.

Es war eine Lehrvorführung

Während das Publikum mit der fortwährend schwachen Schiedsrichter-Leistung gar nicht klarkam, besannen sich die Plauener Handballer. Sie hielten den Mund, steckten Schläge ein und warfen Tor um Tor. Bis es 28:24 (50.) stand. Jetzt flippten die Gäste aus. Youngster Andrej Filippov ließ sich hinreißen zu einem kleinen Ausraster und diese Zwei-Minuten-Strafe nutzten dann Denny Mertig & Co zum 32:27-Zwischenstand (57.) und zur Vorentscheidung. Noch ein Wort zur Schiedsrichterleistung: "In den fünf Jahren, wo ich hier für Oberlosa spiele, hat das Publikum noch nie im Ganzen 'Schieber, Schieber' gerufen. Heute musste man gute Nerven mitbringen", stellte Abwehrmann Andreas Weikert fest.

Statistik

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton, Wetzel (2 Tore), Weikert, Roth (5), Englert, Trommer-Ernst, Mertig (6), Richter (3), Hertel (1), Kolomaznik (5), Multhauf (10/ davon 5 Siebenmeter)

Zuschauer: 545



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