Resignation und Hoffnung, Aggression und Misstrauen

Premiere Plauener Theater präsentiert mit "Aussetzer" ein Stück um Leistungsdruck bei Schülern - und Lehrern

Plauen. 

Erwachsenwerden ist bekanntlich nicht immer einfach. Am Freitag, 20 Uhr hat das Stück "Aussetzer" im Plauener Theater im Haus der kleinen Bühne Premiere. Die Schule verlangt gute Noten, die Eltern einen guten Abschluss. Also viel Druck für die Absolventen. Manchmal kann sich ein gefährliches Ventil öffnen. In so einer Umgebung spielt das Stück. Die junge, engagierte Lehrerin Julika Stöhr (Ute Menzel) wird an eine Hauptschule zwangsversetzt. Als Fachlehrerin hat sie kaum eine Chance, an die desinteressierten Schüler heranzukommen. Die tollen neuen Pädagogikkonzepte fruchten hier kaum. Chris (Daniel Tille) ist einer von denen, der es ihr am Schwersten macht. Verschlossen, aggressiv und darauf bedacht, möglichst lässig rüberzukommen. Einfühlsam nähert sich Lutz Hübner in seinem Zweipersonenstück dem emotionsgeladenen Thema. Ohne jegliche Polemik zeichnet er respektvoll zwei Figuren, die in der gleichen Welt überleben müssen. Premiere-Besucher erwartet eine Atmosphäre, die zwischen Resignation, Hoffnung, Aggression und Misstrauen pendelt.