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Syrau: Der Dorfclub rettet die Bänke der Freilichtbühne

CrowdfundingSpender überweisen 16.500 Euro für Livemusiktempel im Höhlenpark

Syrau. 

In Coronazeiten bekommt der Ausstehende gar nichts mit vom Abriss in Sachen Freilichtbühne Syrau. "Wir als Dorfclub Syrau wurden mehr oder weniger kalt erwischt, als man uns im Herbst letzten Jahres mitgeteilt hat, dass bei der Sanierung der Freilichtbühne nur noch die Hälfte an Bänken stehen bleibt", schreibt Mario Branse. Hintergrund wie so oft: Das liebe Geld. Der Eigenbetrieb Drachenhöhle/Windmühle hatte offenbar ein Gesamtkonzept zur Umgestaltung des Höhlenparks erstellt, wonach auch die Freilichtbühne mit einbegriffen war. Dorclub-Vorstandsmitglied Mario Branse berichtet dazu: "Der Eigenbetrieb hat für dieses Projekt einen gewissen Kostenrahmen, welcher nicht überschritten werden sollte. Im Ergebnis war die Hälfte der Bänke dem Rotstift zum Opfer gefallen." Die Ehrenamtler, die an historischem Ort mit Liedermacher Christian Wenzel zum Beispiel das Juniton-Festival zu einem großen Erfolg gemacht haben, nahmen den Aderlass nicht hin.

Der Dorfclub hat interveniert

"Als wir als Dorfclub dies erfahren haben, protestierten wir natürlich vehement. Wir haben dies auch zu den Gemeinderatssitzungen getan und die Öffentlichkeit mit einbezogen", schreibt der Vorstand um den Vorsitzenden Falk Zeh. Mario Branse glaubt: "Erst durch diesen Druck hat sich ein Umdenken eingestellt. Für uns als Dorfclub war es zu diesem Zeitpunkt vorerst wichtig, dass auf jeden Fall überall die benötigten Bodenhülsen bei den Erdarbeiten wieder mit eingebracht werden. Ob dort dann gleich wieder Bänke stehen, war nicht absehbar." Der Dorfclub hätte zur Not dieses Geld für die Bodenhülsen sogar selbst beigesteuert. Mario Branse verrät: "Natürlich haben wir gleichzeitig auch nach Lösungen gesucht, das fehlende Geld irgendwie zusammen zu bringen. Durch unsere gute Zusammenarbeit mit der VR Bank Bayreuth-Hof kamen wir auf das Crowdfunding. Da wir nicht wussten, wie viel Geld wir über dieses Projekt einsammeln würden, haben wir das Projektziel bei 5.000 Euro festgesetzt." Hintergrund war hier, die vorgegebene Summe erreicht werden muss, da die Spender ansonsten ihr Geld zurückbekommen und so wäre der Dorfclub ganz leer ausgegangen. Zugleich kam mittlerweile auch Bewegung in die Sache, weil bei der Ausschreibung des Eigenbetriebes die gesamte Baumaßnahme Fahrt aufnahm. Nach Abgabe der Ausschreibungsunterlagen durch die interessierten Baufirmen war schon ein erster Schritt getan, denn die Bodenhülsen konnten nun doch noch durch den Eigenbetrieb/Gemeinde finanziert werden.

Das Ziel wurde übertroffen

Nun galt es aber trotzdem noch, die fehlenden Bänke zu finanzieren. Hier war ein Betrag von 14.000 Euro notwendig. "Dass wir mit unserem Crowdfundig-Projekt so viel Geld wie letztendlich eingegangen ist sammeln würden, hielten wir für nicht möglich. Umso erfreulicher ist natürlich das Ergebnis! Fazit: Nach der Sanierung werden alle Bänke wieder stehen und unsere Freilichtbühne wird noch attraktiver und vor allem besser zugänglich beziehungsweise sogar behindertengerecht", jubelt der Dorclub Syrau e.V. - 16.500 Euro stehen zur Verfügung. Weil man sogar etwas mehr Geld als benötigt gesammelt hat, kann man davon sogar die Namensschilder aller Großspender (ab 500 Euro Spende) gleich mit finanzieren. Nun hoffen alle Beteiligten natürlich, dass im Juni dieses Jahres das Juniton-Festival wieder live vor Ort über die Bühne gehen kann.