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Vogtländisches Rößnitz statt Pisa

Tradition Rößnitz feiert schiefen Turm

Rößnitz. 

Man muss nicht nach Pisa fahren, auch das Vogtland hat einen schiefen Turm. Dieser ist der Blickfang im kleinen Ort, und auch wenn es so scheinen mag, stammt er nicht von einer Kirche. Es ist ein Treppenturm aus der Renaissance, übrig geblieben von einer alten burgartigen Anlage. Über Treppentürme wurde zu dieser Zeit der Zugang zu den Obergeschossen der Gebäude ermöglicht. Das an den Rößnitzer Turm angebaute Wohngebäude war um 1870 eingestürzt. So kam es zur bis heute sichtbaren Schieflage. Aus Sicherungsgründen kann der Turm nicht bestiegen werden. Nur der Turmwärter steigt regelmäßig Sonntag früh hoch, um die mechanische Uhr aufzuziehen.

Vor 24 Jahren wurde der Turm saniert, damals wurde ein Fest ins Leben gerufen. Mit dem Turmfest wird seitdem einmal im Jahr an die Sanierung des schiefen Turmes erinnert. Dazu gehört auch ein Traktortreffen.

"Insgesamt 96 Traktoren waren es, die diesmal gekommen waren", resümierte Roland Grosser vom Organisationsteam zufrieden. "Der älteste war eine Lanz Bulldog aus dem Jahr 1938." Von überall her machten sich die Zugmaschinen auf den Weg nach Rößnitz. Aus Straßberg war Armin Kelz mit seinem Zetor 50 aus dem Jahr 1960 gekommen.

Siegmar Rauch aus Oberpirk war mit seiner Lanz Bulldog von 1940 dabei. Nicht weit hatte es Marko Thoß. Mit seinem Kramer K 15, Baujahr 1950, war er von Schneckengrün aus in den Nachbarort getuckert. Und aus Kürbitz kam Holger Steinel nach Rößnitz gefahren. Nicht fehlen durften die Geilsdorfer Traktorenfreunde. sz